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Hessen Füchse Berlin nach Melsungen-Sieg glücklich: Richtiger Weg
Sport Hessen Füchse Berlin nach Melsungen-Sieg glücklich: Richtiger Weg
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11:02 06.12.2020
Berlins Hans Lindberg wirft den Ball auf das Tor.
Berlins Hans Lindberg wirft den Ball auf das Tor. Quelle: Andreas Gora/dpa
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Berlin

Die Füchse Berlin sind erstmal dort, wo sie auch sein wollen. Mit dem hart erkämpften 32:30-Erfolg am Samstagabend gegen MT Melsungen rückten die Hauptstädter in die vorderen Tabellenregionen der Handball-Bundesliga vor. Es war der fünfte Sieg im fünften Pflichtspiel nach der einwöchigen Corona-Quarantäne. "Wir sind auf dem absolut richtigen Weg", sagte Füchse-Trainer Jaron Siewert.

Nach einem holprigen Saisonstart scheinen die Berliner ihre Stabilität gefunden zu haben. Die Corona-Zwangspause wurde quasi als Neustart genutzt. "Wir haben uns gesagt, wir wollen alles investieren, den ersten Abschnitt vergessen zu machen mit den Niederlagen gegen Minden und Magdeburg", sagte Siewert. Und der Plan ging bisher auf. "Das gelingt den Jungs im Moment sehr gut. Wir sind ungeschlagen und wir treten selbstbewusst auf", fuhr Siewert fort.

Der Erfolg gegen Melsungen war aber ein hartes Stück Arbeit. "Und das hat richtig Kraft gekostet", sagte Spielmacher Jacob Holm. Zu Beginn der zweiten Hälfte sah es bei einem Drei-Tore-Rückstand gar nicht nach einem Happy End aus. Doch die Füchse zeigten Moral. Das beeindruckte sogar ihren Trainer. "Riesenrespekt an die Mannschaft, dort nicht aufzustecken. Und sich nicht verunsichern zu lassen und sich weiter an unsere Marschroute zu halten", sagte Siewert.

Ein Sonderlob gab es für die dänische Fraktion im Team. "Die hatten einen Sahnetag", sagte Siewert. Hans Lindberg (elf Tore), Holm und Lasse Andersson (beide sechs Tore) und Johan Koch (ein Tor) steuerten 24 der insgesamt 32 Berliner Tore bei. "Wir wissen um ihre Qualität, ich bin sehr, sehr glücklich, dass sie bei uns in der Mannschaft sind", sagte Siewert.

Echte Nehmerqualitäten bewies vor allem Spielmacher Holm, der immer wieder von der Melsunger Deckung hart attackiert wurde. "Ich sollte eine große Rolle spielen. Ich sollte immer wieder im Eins-gegen-Eins attackieren, besonders in der Mitte", berichtete der 25-Jährige. Die Spielweise des Gegners kam ihm dennoch entgegen. "Das ist meine Lieblingsabwehr. Ich freue mich immer, wenn die Abwehr sehr offensiv spielt", sagte er.

Zeit zum Genießen bleibt den Füchsen allerdings nicht. Schon am Dienstag müssen sie in der rumänischen Hauptstadt bei Dinamo Bukarest (16.30 Uhr/DAZN) antreten.

dpa