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Hessen Hopp hadert nach Premier-League-Debüt: "Es tut sehr weh"
Sport Hessen Hopp hadert nach Premier-League-Debüt: "Es tut sehr weh"
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08:12 22.03.2019
Der deutsche Dartprofi Max Hopp in Aktion bei der Premier League in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Quelle: Jörg Carstensen
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Berlin

Max Hopp war die Enttäuschung deutlich anzusehen, die tröstenden Worte seines einstigen Idols nahm er auf der Bühne gar nicht mehr richtig wahr. "Ich wollte weg, ich war sehr geknickt", berichtete der deutsche Darts-Profi über die Szene, als ihm der Niederländer Raymond van Barneveld nach seinem 7:3-Sieg noch etwas zuflüsterte. Für den strauchelnden "Barney" war es der erste Sieg in dieser Premier-League-Saison, für Hopp eine verpasste Chance auf der großen Bühne von Berlin. "Es tut sehr weh. Ich habe einen ganz anderen Max Hopp erwartet", sagte der 22 Jahre alte Hesse.

Rund 10 000 Zuschauer hatten den Weg in die Mercedes-Benz-Arena gefunden, um den ersten deutschen Profi in dem prestigeträchtigen Wettbewerb überhaupt spielen zu sehen. Hopp legte furios los, ging mit einem High-Finish früh in Führung und ließ das Publikum toben.

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"Die Zuschauer waren ein positiver Faktor", resümierte Hopp, dessen größte Erfolge bislang ein Turniersieg auf der European Tour sowie das EM-Halbfinale im vergangenen Jahr in Dortmund sind. Um dauerhaft zum Eliteclub in der Premier League zu gehören, muss sich Hopp noch deutlich steigern und konstanter werden. "Meine Performance ließ zu wünschen übrig", befand er.

Der 51 Jahre alte "Barney" darf nach dem Erfolg in Berlin wieder hoffen, doch nicht in der kommenden Woche in Rotterdam als Letzter vorzeitig auszuscheiden. "Ich habe Max vor einer beeindruckenden Kulisse geschlagen", sagte van Barneveld. Mit einer "väterlichen Umarmung" (Hopp) hatte der Niederländer seinen fast 30 Jahre jüngeren Widersacher vor dem Spiel geherzt. "Vielleicht war es taktisch klug von ihm", mutmaßte Hopp. Wegen einer verpassten Meldefrist wird der deutsche Youngster am Wochenende nicht beim European-Tour-Turnier in Leverkusen an den Start gehen.

dpa