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Hessen BBL: Frankfurt sieht sich bereit für Turnier
Sport Hessen BBL: Frankfurt sieht sich bereit für Turnier
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15:59 03.05.2020
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Frankfurt/Main

Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke sieht Frankfurt als möglichen Ausrichter des Abschlussturniers der Basketball-Bundesliga bestens aufgestellt. "In Frankfurt kann man das sehr, sehr gut machen", erklärte der Manager des hessischen Erstligisten Fraport Skyliners bei einem Online-Pressegespräch am Sonntag. Die Voraussetzungen zur Durchführung des Turniers, bei dem zehn Mannschaften an einem Standort ohne Zuschauer die Saison zu Ende und den Meister ausspielen sollen, könnte man alle erfüllen.

Auch die Telekom Baskets Bonn haben sich um die Ausrichtung beworben. Das bestätigte Club-Präsident Wolfgang Wiedlich der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Zuvor hatte das Fachmagazin "BIG" entsprechende Informationen getwittert. Die Rheinländer sind neben den Skyliners, Alba Berlin und dem FC Bayern München der vierte Club, der das Turnier ausrichten will. Dabei wollen die Telekom Baskets aus finanziellen Gründen nicht daran teilnehmen.

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In einer Schaltkonferenz am Montag sollen die Konzepte der verschiedenen Bewerber verglichen werden. Anders als im Eishockey oder Handball, wo die Erstliga-Spielzeiten wegen der Corona-Krise abgebrochen wurden, will die Basketball-Bundesliga die Saison mit zehn von 17 Teams sportlich abschließen. Dazu ist ein Abschlussturnier ohne Zuschauer vorgesehen. Dieser Plan muss noch von den Behörden und der Politik genehmigt werden.

"Auf einer Skala von Null bis Zehn würden wir eine Zehn hinbekommen", sagte Wöbke. Für ein Ergebnis bei der Schaltkonferenz sieht er keinen Zeitdruck: "Das Ziel ist es, dass am Montag eine Entscheidung fällt. Aber wenn sich keine Stadt deutlich herauskristallisieren sollte oder noch Fragen unbeantwortet sind, bin ich der Meinung, dass wir uns lieber noch ein oder zwei Tage Zeit lassen sollten."

Gespielt werden würde in Frankfurt in der Fraport Arena, die den Basketballern auch sonst als Spielstätte dient. Im dann "sichersten Raum der Erde" (Wöbke) würden TV-Teams oder benötigte Helfer nur Zutritt erhalten, wenn sie sich vorher Fieber messen lassen und einen Mundschutz tragen. Das Training der Teams könnte im clubeigenen Zentrum in der Nordweststadt stattfinden.

Zwei Hotels würden sich nach intensiver Suche mit Vertretern der Stadt zur Unterbringung der Delegationen anbieten. Laut Wöbke benötigt man in den möglichst weitläufigen Komplexen 220 Einzelzimmer, in denen die Spieler bis zu 25 Tage lang unter Quarantänebedingungen übernachten würden. In der Nachbarschaft sollte es einen Park oder ein Waldstück für Spaziergänge und Laufeinheiten geben, Freizeitangebote wie Kino und Tischtennisplatten im Haus wären wünschenswert. Sicherheitspersonal müsste dafür sorgen, dass niemand Zutritt hat, bei dem sich die Spieler mit dem Coronavirus anstecken könnten. Die größte Gefahr dafür sieht Wöbke beim Personal.

Frühzeitig und sogar noch vor dem Beschluss der BBL für eine Fortsetzung der Saison hatten sich die Skyliners mit Spezialisten wie dem Frankfurter Medizin-Professor Erhard Seifried kurzgeschlossen, um die nötigen hygienischen Standards abzuklären. Die Spieler des Tabellen-14. haben laut Wöbke alle bekundet, für das Turnier zur Verfügung zu stehen. Flüge, mit denen sie an den Main zurückkehren könnten, wurden gecheckt. Zudem soll pro Verein, über die noch freien Lizenzen hinaus, eine zusätzliche Verpflichtung möglich sein.

dpa