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Fußball Weitere Netzer-Nachfolger angeblich im Gespräch: Magath und Hoeneß
Sport Fußball Weitere Netzer-Nachfolger angeblich im Gespräch: Magath und Hoeneß
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18:08 26.12.2009
Schalke-Trainer Felix Magath
Schalke-Trainer Felix Magath Quelle: ddp (Archiv)
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Auf der Suche nach einem Nachfolger für ihren im kommenden Jahr scheidenden Fußball-Experten Günter Netzer haben die Sportchefs der ARD offenbar mehrere Kandidaten im Auge. Nach „Focus“-Informationen gehören dazu auch Schalke-Trainer Felix Magath und der Präsident von Bayern München, Uli Hoeneß. Wie das Magazin am Sonnabend vorab berichtete, gilt allerdings nach wie vor Ex-Bayern-Profi Mehmet Scholl als Favorit, der bereits bei der ARD unter Vertrag steht. Mit ihm wolle der Sender im Januar Gespräche führen, schreibt das Blatt.

Möglich sei auch eine Art Rotationsprinzip mit wechselnden Experten, bei dem dann neben Gerhard Delling auch andere Moderatoren wie Reinhold Beckmann auftreten könnten.

Zuvor war bereits Torwart Jens Lehmann vom VfB Stuttgart als Nachfolger Netzers ins Gespräch gebracht worden. Die „Bild“-Zeitung hatte am Donnerstag geschrieben, dass im Sender über Lehmann bereits diskutiert worden sei, der nach dieser Saison seine Karriere beenden will. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte dem Blatt zufolge: „Wir haben keinen Zeitdruck bei unserer Entscheidung. Wir sehen bis jetzt noch keinen Handlungsbedarf.“

Der frühere Fußball-Nationalspieler Netzer will nach der WM 2010 als ARD-Experte aufhören. Netzer und ARD-Sportmoderator Delling kommentieren seit elf Jahren gemeinsam wichtige Fußball-Begegnungen. Das Duo war 2000 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet worden. Bei dem Turnier in Südafrika haben die beiden ihre letzten gemeinsamen Auftritte. Der 65-jährige Netzer führt die Schweizer Sportrechte-Agentur Infront, die unter anderem die Rechte an der WM 2006 vermarktet hatte.

Netzers Abschied von der ARD bedeutet aber nicht unbedingt das Ende seiner TV-Präsenz. „Es kann durchaus sein, dass ich auch künftig etwas auf dem Bildschirm mache“, hatte er vor kurzem dem „Spiegel“ gesagt. Bereits nach der WM 2006 habe er über einen Rückzug nachgedacht. „Aber die Reaktionen waren toll, die Quoten auch, und mir hat es wahnsinnig Spaß gemacht.“ Die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr sei nun der richtige Anlass.

ddp