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Fußball Vogts will offensiv spielen lassen
Sport Fußball Vogts will offensiv spielen lassen
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12:37 08.09.2009
Berti Vogts setzt auf Offensive. Quelle: lni
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„Es kann aber sein, dass wir eine kostenlose Lehrstunde bekommen“, fügte der frühere Bundestrainer allerdings einschränkend hinzu. Die Defensive war schon immer die Stärke des einstigen Weltklasse- Verteidigers von Borussia Mönchengladbach. Für den 62 Jahre alten Vogts könnte die Partie eines seiner letzten Spiele auf der Trainerbank von Aserbaidschan sein. Der Vertrag läuft zum Jahresende aus, über eine Verlängerung ist noch nicht entschieden.

Vogts ist offen für andere Anfragen. „Der Verband hat mich stets fair behandelt“, betonte der Trainer. Die Frage, ob er gerne weitermachen würde, wollte er lieber nicht beantworten. Seit dem Amtsantritt im April 2008 hat Vogts einige Stützpunkte („Wie früher in Deutschland“) in dem Kaukasus-Land errichtet.

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Die strukturellen Defizite sind dennoch groß. „Das Geld ist da, auch für ein neues Stadion. Aber es braucht vier oder fünf Jahre, bis der Anschluss an das mittlere Niveau in Europa geschafft ist“, erklärte Vogts. So lange wollen möglicherweise weder er noch seine Kritiker warten.

Die einheimischen Medien sind mit der mageren Ausbeute von einem Punkt und einem Tor in sieben WM-Qualifikationsspielen unzufrieden. Dabei kassierte die Abwehr in keiner Partie mehr als zwei Gegentore. Deshalb wird es auch in Hannover das Bestreben sein, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten. Auch wenn Sensationen laut Vogts im Fußball immer möglich sind.

Im Vergleich zur 0:2- Niederlage in Baku kehrt Stammtorwart Kamran Agajew ins Team zurück. Im Angriff sind die Hoffnungen auf Elwin Mammadow gerichtet. Ihm gelang beim 1:2 gegen Finnland das erste Qualifikations-Tor für Aserbaidschan.

Taktisch erwartet Vogts ein DFB-Team mit einem Stürmer, drei schnellen Spielern dahinter sowie einen Michael Ballack mit „totaler Freiheit“ im Mittelfeld. „Wir sind aber auch auf zwei Spitzen eingestellt“, erläuterte Vogts.

Eine Rückkehr zum DFB, dessen Team er 1996 zum EM-Titel führte, ehe er zwei Jahre später nach dem WM- Reinfall 1998 in Frankreich gehen musste, schloss er aus: „Die haben einen tollen Trainer und ein perfektes Team. Da ist jetzt die junge Generation gefordert.

lni

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