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Fußball Vettel will Grand-Prix in Monaco gewinnen
Sport Fußball Vettel will Grand-Prix in Monaco gewinnen
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13:43 25.05.2011
Mechaniker des Red-Bull-Teams bereiten den Wagen für den Grand-Prix von Monaco vor. Quelle: dpa
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Sebastian Vettel kennt in Monte Carlo nur ein Ziel: Der Formel-1-König will nach dem Glamour-Grand-Prix erstmals in die Fürstenloge. „Das ist einer der Höhepunkte des Jahres“, schwärmte der Red-Bull-Pilot vor dem Klassiker. „Letztes Jahr lief es hier gut für uns, und ich hoffe, dass wir wieder sehr stark sein werden.“ Vettel hatte im Vorjahr beim Großen Preis von Monaco den zweiten Platz hinter seinem Teamkollegen Mark Webber belegt.

Nach bislang vier Siegen in fünf Saisonläufen ist der souveräne WM-Spitzenreiter auch am Sonntag Favorit. Aber bei keinem Rennen ist das Risiko, in die Leitplanken zu knallen, so groß wie bei der ebenso spektakulären wie gefährlichen Hatz durch die Häuserschluchten. Der dreimalige Champion Nelson Piquet verglich diesen Wahnsinn einmal mit einem „Hubschrauberflug durchs Wohnzimmer“.

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Nirgendwo ist die Pole-Position so wichtig, da es auf dem engen Straßenkurs kaum Überholmöglichkeiten gibt. „Hier ist der Startplatz entscheidend für dein Rennen“, sagte Vettel. Monaco sei eine absolut einzigartige Strecke und einzigartige Herausforderung für den Fahrer.

Michael Schumacher triumphierte im Fürstentum an der Côte d’Azur fünfmal, wobei sein letzter Sieg schon zehn Jahre zurückliegt. Monaco zählt zu den Lieblingsrennen des Rekord-Weltmeisters aus Kerpen. Allerdings schränkte Schumacher ein: „Der Stadtkurs ist ja schon irgendwie anachronistisch, wenn wir normalerweise so stark auf Sicherheit bedacht sind. Aber das Rennen ist so etwas Besonderes im Formel-1-Kalender: das muss einfach sein.“

Angesichts der Schwächen des Silberpfeils hat Schumacher allerdings nur geringe Chancen, mit einem weiteren Sieg mit Rekordhalter Ayrton Senna gleichzuziehen: Dem 1994 in Imola tödlich verunglückten dreimaligen Champion aus Brasilien gelangen in Monte Carlo sechs Siege. Schumacher hofft aber, dass Mercedes den leichten Aufwärtstrend von Barcelona fortsetzen kann. Er hatte in Spanien den sechsten Platz vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg belegt.

Der in Monaco aufgewachsene Rosberg freut sich auf sein Heimspiel. „Das ist immer ein packendes Rennen für mich. Es ist immer etwas Besonderes, vor meiner Familie und meinen Freunden zu fahren.“ Hier sei ein sehr aggressives und zugleich präzises Agieren gefragt. „Die Fahrt durch den Tunnel mit 280 Sachen ist ein echtes Abenteuer“, sagte Rosberg, der Vettel unter normalen Umständen ebenfalls nicht gefährlich werden kann.

Der Titelverteidiger muss auf dem 3,340 Kilometer langen Kurs in erster Linie die drei letzten Monaco-Sieger Webber (2010), Lewis Hamilton (2008) und Jenson Button (2009) fürchten. Nur das McLaren-Duo ist derzeit in der Lage, die Dominanz der „Roten Bullen“ zu brechen. „Nach unserer starken Vorstellung in Spanien gehe ich sehr zuversichtlich in das Rennen“, sagte Hamilton und kündigte Vettel ein erneut knallhartes Duell an. In Barcelona hatte der Brite den Heppenheimer die letzten 15 Runden gnadenlos vor sich hergetrieben, konnte ihn aber nicht überholen.

Vettel hätte gegen einen vergleichbaren Rennverlauf mit ihm als Sieger nichts einzuwenden. Dann wäre der 23-Jährige erst der zweite Deutsche, der am Sonntag zum Fürsten darf. Schumacher wurde bei seinem letzten Erfolg 2001 noch vom inzwischen gestorbenen Rainier III. empfangen, jetzt gratuliert dessen Sohn Albert II.

Selbst wenn Vettel seine zweite Saisonniederlage kassieren sollte, wäre seine komfortabler Vorsprung nicht in Gefahr. Vor dem Monaco-Grand-Prix führt der Red-Bull-Pilot (118) mit 41 Punkten Vorsprung vor Hamilton (77). Webber (67) und Button (61) könnten selbst im Fall von zwei Vettel-„Nullern“ und zwei eigenen Siegen den Weltmeister nicht von der Spitzenposition verdrängen.

dpa

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