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Fußball St. Pauli soll „Geisterspiel“ austragen
Sport Fußball St. Pauli soll „Geisterspiel“ austragen
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16:36 07.04.2011
Spielabbruch auf St. Pauli, nachdem ein Schiedsrichterassistent mit einem Becher beworfen wurde. Quelle: dpa (Archivbild)
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Der FC St. Pauli soll den Becherwurf gegen einen Schiedsrichterassistenten im Spiel gegen Schalke 04 mit einem „Geisterspiel“ teuer bezahlen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beantragte am Donnerstag, dass der Hamburger Bundesligist seine nächste Heimpartie gegen Werder Bremen am Ostersamstag ohne Zuschauer austragen soll. Der Hamburger Verein hat dem Antrag jedoch nicht zugestimmt und plädiert stattdessen auf eine Geldstrafe.

„Das ist ein zu hartes Urteil“, sagte Teammanager Christian Bönig. „Das war ein Einzeltäter, der in einer Affekthandlung den Bierbecher geworfen hat. Das war nicht organisiert. Außerdem wird in Werder Bremen ein Unbeteiligter bestraft. Das können wir nicht hinnehmen.“ Auch die Gäste-Fans wären von der Partie ausgeschlossen. Das DFB-Sportgericht will am Freitag im Einzelrichter-Verfahren das Urteil fällen.

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Das am vergangenen Freitagabend in der 88. Minute beim Stand von 2:0 für den FC Schalke 04 abgebrochene Spiel war vom DFB vier Tage später offiziell mit 2:0 für die Gelsenkirchener gewertet worden. In der Partie hatte ein Fan des FC St. Pauli Linienrichter Thorsten Schiffner mit einem vollen Bierbecher im Nacken getroffen, woraufhin dieser zu Boden ging. Schiedsrichter Deniz Aytekin bracht die Partie danach ab.

dpa