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Fußball Ein Poldi und viel Schatten
Sport Fußball Ein Poldi und viel Schatten
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08:01 26.03.2015
Foto: Lukas Podolski bekam knapp 20 Nationalmannschafts-Minuten fürs Selbstvertrauen und wurde von den Fans nicht nur wegen seines Treffers zum 2:2 mit Sprechchören gefeiert
Lukas Podolski bekam knapp 20 Nationalmannschafts-Minuten fürs Selbstvertrauen und wurde von den Fans nicht nur wegen seines Treffers zum 2:2 mit Sprechchören gefeiert Quelle: dpa
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Kaiserslautern

Joachim Löw schaltete nach dem holprigen Probelauf gegen Australien sofort um auf EM-Qualifikation. Schon auf der nächtlichen Rückfahrt des Weltmeisters aus dem Spielort Kaiserslautern ins Teamquartier nach Frankfurt drehte sich alles um das viel wichtigere Punktspiel am Sonntag in Tiflis. "Es war ein guter Test, wir können einige Erkenntnisse mitnehmen. Die Mannschaft wird die Spannung Richtung Georgien noch mal erhöhen. Da werden wir mit noch mehr Konzentration auftreten", versicherte der Bundestrainer nach dem 2:2 der Nationalmannschaft gegen Australien an einem Fußballabend, den er für die Zuschauer als unterhaltsam bewertete.

"Diese Quote spricht für sich"

Lukas Podolski hatte die deutsche Mannschaft vor 47 106 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion gegen den Asienmeister mit seinem späten Ausgleichstor vor einem Fehlstart ins neue Länderspieljahr bewahrt. Damit war der vom Publikum mit Sprechchören aufgemunterte Italien-Legionär der Gewinner des Testspiels. "Manche, so hat man das Gefühl, wollen ihn gerne abschreiben. Aber man weiß, dass der Lukas immer mal für Belebung sorgen kann, für ein Tor sorgen kann. Es war sein 48. Tor für Deutschland, diese Quote spricht für sich", lobte Löw.

Der Bundestrainer freute sich über gelungene Offensivaktionen wie beim 1:0 durch Rückkehrer Marco Reus. Er sprach aber auch die vielen Fehler in der Defensive an, die nicht nur beim Experiment mit der Dreierkette in der ersten Hälfte passierten. "Wir haben keinen Zugriff gehabt. Viele Dinge sind nicht so gelungen, wie wir uns das gewünscht hätten", sagte Löw. Die "frechen Australier" führten plötzlich durch James Troisi (40.) und Mile Jedinak (50.).

"Von uns ging eine große Bedrohung für Deutschland aus", kommentierte Australiens Trainer Ange Postecoglou stolz. Lange grämen mochte sich im deutschen Lager keiner nach dem Schlusspfiff. Viele Fehler räumte Sami Khedira ein, der das Team als Kapitän angeführt hatte. Die Mängel seien aber auch dem ungewohnten System und der Zusammenstellung der Spieler geschuldet gewesen.

Zieler muss wieder Platz machen

Löw schonte Asse wie Schweinsteiger, Müller, Boateng, Hummels und Kroos für Georgien, wo auch der angeschlagene Manuel Neuer wieder im Tor stehen wird. "Mit dem Ergebnis können wir ganz gut leben", meinte Khedira: "Wir wissen, dass wir am Sonntag eine andere Mannschaft auf dem Platz haben werden, eine Mannschaft, die gierig ist, auf jeden Fall die drei Punkte einzufahren." Auch Podolski richtete den Blick sofort nach vorne: "Es ist wichtiger, dass wir in Georgien die drei Punkte mitnehmen. Alles andere ist egal."

dpa

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