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Fußball Schalke 04 verpasst vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale
Sport Fußball Schalke 04 verpasst vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale
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22:41 06.11.2012
Gut gekämpft: Der FC Schalke 04 hält trotz des 2:2 gegen den FC Arsenal weiter Kurs Richtung Achtelfinale in der Champions League. Quelle: dpa
Gelsenkirchen

Klaas-Jan Huntelaar (45.+2) und Jefferson Farfan (67.) retteten dem Bundesligisten nach 0:2-Rückstand den Punkt. Das Team von Coach Huub Stevens zeigte phasenweise furiosen Angriffsfußball, machten sich durch Patzer bei den Gegentreffern von Theo Walcott (18.) und Olivier Giroud (26.) aber selbst das Leben schwer.

Mit nun acht Punkten können die Schalker im nächsten Heimspiel gegen Olympiakos Piräus den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen. Die Griechen setzten sich gegen Montpellier HSC durch.

Viel war nach der jüngsten 2:3-Niederlage in der Bundesliga über die Aufstellung der Schalker gerätselt worden, Coach Stevens ließ die Öffentlichkeit vor allem in der Torhüter-Frage im Unklaren. Letztlich gab er der Startelf aus dem Hoffenheim-Spiel sofort die Chance zur Wiedergutmachung - unter anderem mit Lars Unnerstall zwischen den Pfosten und Joel Matip wieder in der Innenverteidigung. Kyriakos Papadopoulos nahm mit seinem Cut über dem Auge auf der Bank Platz.

Die Entschlossenheit der Gastgeber vor 54.142 Zuschauern samt guter Chancen durch Ibrahim Afellay nach einem Konter (9.) und Benedikt Höwedes per Kopf (12.) erfuhr noch vor der Pause zwei jähe Rückschläge - und beide Male half die 04-Abwehr freundlich mit.

Zunächst verlängerte Roman Neustädter eine Arsenal-Flanke mit dem Hinterkopf unglücklich über Matip hinweg in den Lauf von Giroud, der im Strafraum noch von Höwedes geblockt wurde. Walcott schnappte sich den Abpraller und schob zur Führung ein. Nur acht Minuten später ließ der eingewechselte Marco Höger Podolski unbedrängt flanken und im Strafraum wurde Giroud beim Kopfball völlig allein gelassen - 2:0.

Die Schalker waren sichtlich geschockt, das Selbstbewusstsein, die spielerische Kreativität, der Elan und der Offensivdrang schienen wie weggeblasen. Als die Zuschauer ihre Elf in der Gelsenkirchener Arena schon mit Pfiffen in die Pause verabschiedeten, schlug Huntelaar zu: Schnörkellos versenkte der Niederländer ein Volley-Zuspiel von Lewis Holtby im Netz und jubelte über sein viertes Tor im vierten Spiel.

Wie schon zwei Wochen zuvor, als den Schalkern der beeindruckende 2:0-Erfolg in London gelang, hatte Vito Mannone im Tor der „Gunners“ das Nachsehen gegenüber Huntelaar. Der unerfahrene Italiener ist eigentlich nur der dritte Keeper, den Coach Arsene Wenger in seinem Kader hat. Doch die Verletzungen von Wojciech Szczesny und Lukasz Fabianski ließen dem Trainer aus dem Elsass, der nach seiner Sperre erstmals wieder auf der Bank sitzen durfte, keine andere Wahl.

„Wir haben angefangen wie die Feuerwehr, alles im Griff gehabt und uns Chancen erspielt“, haderte Schalke-Manager Horst Heldt bei „Sky“ - eine Unachtsamkeit haben die Londoner ins Spiel gebracht. „Im Grunde war das unnötig, denn bis dato hatte Arsenal nicht viel gezeigt.“

Dank Huntelaar war die Stimmung bei den Schalke-Verantwortlichen zur Halbzeit wieder etwas besser - allerdings sorgte der Torgarant nach dem Seitenwechsel höchstpersönlich wieder kurz für Verzweiflung. Von Jermaine Jones bärenstark angespielt, schoss der 29-Jährige den praktisch schon bezwungenen Mannone freistehend an (51.). Besser machte es etwas später Farfan, der eine Afellay-Flanke und einen missglückten Holtby-Kopfball zum Ausgleich ins Tor drosch - der Kapitän der Engländer Thomas Vermaelen lenkte das Leder noch ab.

dpa

Der Mainzer Adam Szalai hat es gemacht. Der Düsseldorfer Nando Rafael auch, genau wie Schalkes Roman Neustädter, Nürnbergs Timo Gebhardt und – ja, auch er – Bayerns Bastian Schweinsteiger. Sie alle haben am vergangen Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem Kopfball ein Tor erzielt und damit bestätigt, was der neue Trend in Deutschland ist: Fußball wird immer mehr zur Kopf-Sache.

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