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Fußball Razzia bei gewaltbereiten Fußballfans in Niedersachsen
Sport Fußball Razzia bei gewaltbereiten Fußballfans in Niedersachsen
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14:17 17.12.2009
Nicht nur in Bundesliga-Stadien sind Personenkontrollen an der Tagesordnung.
Nicht nur in Bundesliga-Stadien sind Personenkontrollen an der Tagesordnung. Quelle: ddp/Archiv
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Razzia bei gewaltbereiten Fußballfans: Die Polizei durchsuchte am frühen Donnerstagmorgen 21 Wohnungen in Braunschweig und Umgebung im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Den Fußballchaoten wird vorgeworfen, am 7. November zunächst im Stadion Osterholz-Scharmbeck, dann am Bremer Hauptbahnhof randaliert zu haben. Am Abend sollen sie dann Fans von Hannover 96 II sowie Unbeteiligte in einem Zug auf dem Bahnhof Weddel bei Braunschweig brutal angegriffen haben. Das teilte die Polizei mit.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) beobachtet eine zunehmende Gewaltbereitschaft bei Fußballfans. Zu den jüngsten Attacken von Hooligans sagte er: „Das hat eine neue Qualität. Wir müssen mit Strafen und Repression dagegen vorgehen.“ Gegen die Braunschweiger Gewalttäter wird aus Schünemanns Sicht unter anderem ein Stadionverbot verhängt. Der Minister sprach sich zugleich dafür aus, Fan-Projekte zur Eindämmung von Gewalt zu intensivieren.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Innenministeriums in der 1. und 2. Liga zusammen rund 350 Straftaten von Fans begangen, in der 3. Liga waren es noch einmal genau so viele. Die Polizeieinsätze bei Fußballspielen in Niedersachsen verursachen außerdem hohe Kosten fürs Land - rund 8,5 Millionen Euro im Jahr, wie Schünemann berichtete.

lni