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Fußball Ureinwohner schießen mit Pfeilen auf Polizisten
Sport Fußball Ureinwohner schießen mit Pfeilen auf Polizisten
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09:17 28.05.2014
Mit Pfeil und Bogen haben die Ureinwohner ihrem Ärger in Brasilien Luft gemacht.
Mit Pfeil und Bogen haben die Ureinwohner ihrem Ärger in Brasilien Luft gemacht. Quelle: Fernando Bizerra Jr. / dpa
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Brasilia

Zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft ist die brasilianische Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Polizeieinheiten stoppten den Protestzug kurz vor Erreichen des Nationalstadions mit Tränengas und Knallbomben. Gruppen einer Obdachlosen-Bewegung (MSTS) sowie mit Pfeil und Bogen ausgestattete indianischer Ureinwohner hatten sich dem Kundgebungs-Marsch angeschlossen. Ein berittener Polizist wurde durch einen Indianerpfeil am Bein verletzt und musste operiert werden. Der Schütze, obwohl von der Polizei erkannt, wurde nicht festgenommen.

Insgesamt gab es zwei Verhaftungen, einer der Betroffenen hatte Steine gegen einen Bus geworfen. Die Demonstranten sperrten zwischenzeitlich die zentrale Ost-West-Achse Eixo Monumental und sorgten für ein Verkehrschaos im Feierabendverkehr. Den geschätzt 2000 Demonstranten standen rund 700 Polizisten am Stadion und weiteren 200 entlang der Hauptverkehrsachse Eixo Monumental gegenüber. Die Indianer, die bereits am Vormittag gegen die Landabgrenzung vor dem Kongressgebäude demonstriert hatten, versuchten, mit abgeschossenen Pfeilen die Polizeipferde zu erschrecken und den Absperrring damit aufzulösen.

In einem Bereich vor dem Stadion Mané Garrincha war tagsüber der WM-Pokal auf seiner Tour durch brasilianische Städte für die Fußballfans ausgestellt worden. Die eigentlich bis 21.00 Uhr (Ortszeit) angesetzte Veranstaltung, bei der WM-Botschafter Bebeto als Weltmeister von 1994 der Star war, wurde sofort nach Ausbruch der Unruhen gegen 17.00 Uhr abgebrochen.

rtr/sid/sag

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