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Fußball Nationalmannschaft absolviert zwei Testspiele in den USA
Sport Fußball Nationalmannschaft absolviert zwei Testspiele in den USA
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13:45 14.11.2012
Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann (r.) im August 2007 mit seinem Nachfolger Joachim Löw. Die Länderspiel-Termine 2013 sind fast alle fix. Nach dem letzten Bundesliga-Spieltag gibt es ein Wiedersehen mit Klinsmann in den USA. Quelle: dpa
Amsterdam

Den erlösenden Titel kann Joachim Löw 2013 nicht gewinnen. Doch auch ohne großes Turnier ist das kommende Jahr für den Bundestrainer vollgepackt mit wegweisenden Terminen Richtung Fußball-WM 2014 in Brasilien. Gleich nach dem Bundesliga-Finale bricht die deutsche Nationalmannschaft zu zwei Testspielen nach Amerika auf. Dort gibt es für das DFB-Team am 2. Juni in Washington im Test gegen die USA ein Wiedersehen mit Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Für den 29. Mai ist für das Löw-Team nach dpa-Informationen ein weiteres Länderspiel in Boston oder New York vereinbart, der Gegner steht aber noch nicht fest.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Plan laut Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits „akzeptiert“. Dies ist notwendig, da die Reise außerhalb der Abstellungspflicht für Spieler stattfindet. Die Reise birgt für Löw allerdings ein personelles Risiko. Am 25. Mai findet das Finale der Champions League in London statt. Am 1. Juni wird in Berlin der DFB-Pokalsieger gekürt. Sollten der FC Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 eines oder gar beide Endspiele erreichen, müsste der Bundestrainer auf zahlreiche Stammkräfte verzichten.

„Das ist ein suboptimaler Termin“, sagte Rummenigge. „Wenn es zu einer Wiederholung des DFB-Pokalendspiels des letzten Jahres kommt, wäre das sicher ein Problem für Bundestrainer Löw“, sagte er. Damals hatten Dortmund und der FC Bayern das Finale erreicht. Die Clubs stimmten der Reise zu, da ein US-Trip in der offiziellen Abstellungsfrist bis Mitte Juni die Sommerpause für die Top-Akteure verkürzt hätte. „Es ist uns lieber, weil gewährleistet ist, dass unsere deutschen Spieler ausreichend regenerieren können und eine ausreichende Vorbereitung haben“, erläuterte Rummenigge.

In Übersee sicher fehlen werden Mesut Özil und Sami Khedira, die mit Real Madrid am 1. Juni den letzten Spieltag in der Primera Division bestreiten. Auch ein Einsatz der England-Profis Lukas Podolski und Per Mertesacker sowie von Rom-Legionär Miroslav Klose ist wegen der Abstellungsregeln sehr unwahrscheinlich. Löw könnte seinen Kader auch nicht mit Juniorennationalspielern auffüllen, da für die U 21 die EM-Endrunde in Israel (5.-18. Juni) ansteht.

Die Sportliche Leitung ist aber froh über den US-Trip. „Wir werden eine interessante Amerikareise haben“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff bei einem Sponsorentermin vor dem Testländerspiel gegen die Niederlande am Mittwoch in Amsterdam. Der Doppel-Spieltag in Amerika ist auch ein Bestandteil der Vorbereitungen auf die WM 2014 in Brasilien, die der DFB in dem von Bierhoff als „Übergangsjahr“ bezeichneten 2013 bereits entscheidend vorantreibt. Kurz nach dem Niederlande-Spiel reist Bierhoff mit einer DFB-Delegation erstmals ins WM-Land, um schon jetzt mögliche Quartiere zu sondieren.

Fest steht, dass die Löw-Auswahl in einem der 54 vom Weltverband FIFA ausgewählten Hotels wohnen wird. Allein 30 der angebotenen Quartiere liegen in der Region um die Metropolen Rio de Janeiro, Belo Horizonte und Sao Paulo. Eile scheint durchaus geboten. Offenbar gibt es einen wahren Run auf die WM-Hotels. Auch kleinere Fußball-Nationen wie Belgien oder Norwegen schauen sich bereits im WM-Land um.

Sportlich geht es für die Löw-Auswahl nach dem Jahreswechsel am 6. Februar mit einem Test in Frankreich weiter. Ein Doppel-Spieltag gegen Kasachstan (22./26. März) setzt die WM-Qualifikation fort. Für den 15. August ist ein Test gegen Brasilien vereinbart. Der Endspurt um das Brasilien-Ticket steht mit den Partien gegen Österreich (6. September), die Färöer (10. September), Irland (11. Oktober) und Schweden (15. Oktober) an.

dpa

Gleich acht Ausfälle muss Joachim Löw beim letzten Länderspiel des Jahres verkraften. Im Prestige-Duell mit den Niederlanden soll das aber keine Ausrede sein. Der Bundestrainer verlangt auch von der zweiten Garde das mutige Offensivspiel.

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