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Fußball Warum Zieler die Fan-Herzen nicht erobern kann
Sport Fußball Warum Zieler die Fan-Herzen nicht erobern kann
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00:16 01.12.2016
Von Christian Purbs
Ron-Robert Zieler kann jetzt bei Leicester City seine Klasse zeigen. Quelle: imago
Hannover

Einen besseren Gegner hätte sich Ron-Robert Zieler für sein Debüt in der Champions League gar nicht wünschen können. Zu Gast im King Power Stadium war bei Zielers Debüt mit dem FC Brügge ein Team, an das er aus seiner Zeit bei Hannover 96 sehr gute Erinnerungen hat. Im Februar 2012 gelangen den „Roten“ mit einem starken Zieler im Tor im Sechzehntelfinale der Fußball-Europa-League zwei Siege gegen den belgischen Club, und auch am Dienstag verließ der Weltmeister als Sieger den Platz. Leicester gewann mit 2:1 und qualifizierte sich damit vorzeitig für das Achtelfinale.

Ob der 27-Jährige in der Runde der besten 16 Teams Mitte Februar noch im Tor des Premier-League-Clubs stehen wird, ist allerdings nicht sicher. Zurzeit profitiert er vom Verletzungspech des Stammkeepers Kasper Schmeichel. Der Däne hatte sich im Champions-League-Spiel beim FC Kopenhagen Anfang November die Hand gebrochen und muss mehrere Wochen pausieren. Nachdem Zieler das Duell um die Nummer 1 beim Überraschungsmeister zu Beginn der Saison klar verloren hatte und bis zu Schmeichels Handbruch lediglich in drei Ligaspielen im Tor stand, bekommt er nun die Gelegenheit, seine Klasse zu zeigen.

Kein Fehler, aber auch keine Glanzparaden

Doch das ist gar nicht so einfach. Denn im Gegensatz zur Champions League läuft es in der Meisterrunde bei den  „Foxes“ überhaupt nicht. Lediglich zwei Punkte Vorsprung hat der Tabellen-14. auf einen Abstiegsplatz, selbst gegen Aufsteiger Middlesbrough gab es am vergangenen Wochenende nur ein magereres 2:2. Zieler unterlief zwar kein Fehler, er konnte sich aber auch nicht mit spektakulären Paraden auszeichnen.

Doch genau solche Glanztaten braucht der Torhüter dringend, um bei den Fans Pluspunkte zu sammeln. Denn die sind, anders als in Hannover, wo Zieler bis zu seinem Abschied im Sommer zu den Fanlieblingen gehörte, gegenüber dem Deutschen eher skeptisch. Schmeichel ist sehr beliebt, und für die Anhänger von Leicester ist Zieler immer noch der „Neue“. Den Bonus, den die Spieler aus dem glorifizierten Meisterteam haben, gibt es für ihn nicht.

Immerhin gab es Unterstützung von Leicester-Trainer Claudio Ranieri. „Zieler verdient sich das Vertrauen“, sagt der Italiener. Das der Fans muss er erst noch gewinnen.

Zwei Jahre lang war Christian Benbennek Trainer in Havelse – und ist dort in guter Erinnerung geblieben, weil er den Regionalligisten 2015 trotz personellen Umbruchs auf Platz 4 führte. Nun ist Benbennek als Coach des österreichischen Bundesligisten SV Ried zum Trainer des Jahres gewählt worden.

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