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Fußball Mario Gomez spielt gegen Frankreich
Sport Fußball Mario Gomez spielt gegen Frankreich
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11:13 06.02.2013
Er soll es richten: Auf Stürmer Mario Gomez ruhen heute Abend die deutschen Hoffnungen im Testspiel gegen Frankreich. Quelle: afp
Paris

Im Testspiel in Paris gegen Frankreich
 (Mittwoch, 21 Uhr, live in der ARD) bekommt der derzeitige Bayern-Reservist Mario Gomez – wohl auch aus Mangel an Alternativen im Angriff – vom Bundestrainer eine neue Chance, als einzige Angriffsspitze in der Fußball-Nationalmannschaft auf Torejagd zu gehen.

Für die nächsten WM-Qualifikationspartien des DFB-Teams am 22. und 
26. März gegen Kasachstan, bei denen Klose aller Voraussicht nach auch fehlen wird, könnte sich sogar für den Leverkusener Stefan Kießling doch noch die Chance auf ein Comeback in der
DFB-Auswahl eröffnen.

Für die nach insgesamt sechs Ausfällen noch schwieriger gewordene Frankreich-Mission hat Löw auf die Nachnominierung von Kießling oder eines anderen Stürmers verzichtet. Bisher absolvierte der 29-jährige Kießling sechs Länderspiele, sein letztes bestritt er im Juli 2010 beim WM-Spiel um den 3. Platz gegen Uruguay. „Wenn ich einen Stefan Kießling zurückhole, muss ich ihm eine echte Perspektive für Monate geben“, hatte Löw den Verzicht auf den Leverkusener bei der Nominierung seines Frankreich-Kaders erklärt. Da hatte er noch fest mit Klose geplant, der mit 67 Länderspieltoren in Paris eigentlich weiter den Torrekord von Gerd Müller (68) jagen wollte.

Jetzt soll wieder einmal Mario Gomez die Rolle als Torgarant in Löws Team übernehmen. Seit Jahren versucht der Deutsch-Spanier, am Thron von Klose zu rütteln. Bislang jedoch ohne langfristigen Erfolg. Selbst als Gomez beim 
FC Bayern die Nummer 1 im Angriff war und Klose jenes Reservistendasein fristete, das sein Konkurrent in der Nationalelf jetzt beim FC Bayern erlebt, konnte der Herausforderer den Platzhirsch nicht auf Dauer verdrängen. Und als dritten Stürmer stufte der Bundestrainer Lukas Podolski ein, der seinen Stammplatz im Mittelfeld verloren hat.

Löw blieb stets neutral, wenn er in der Öffentlichkeit über den jetzt 34-jährigen Klose und den 27 Jahre alten Gomez sprach: „Die beiden Spieler verkörpern in ganz hohem Maße unsere Spielphilosophie, die wir vorgeben.“ Doch die Entscheidungen fielen meist pro Klose aus, auch wenn Löw natürlich weiß, wie wertvoll Gomez mit seinen Vollstreckerqualitäten in der Hinterhand ist. Immerhin hat der Bayern-Stürmer in 57 Länderspielen auch schon 25-mal getroffen.

„Von daher ist es wichtig, Mario Gomez mit seinen großen Qualitäten wieder an die Nationalmannschaft heranzuführen“, sagte Löw nach der langen Verletzungspause des Müncheners im Anschluss an die unglückliche EM im Vorjahr. „Er war seit Jahren ein fester Bestandteil dieser Mannschaft mit größtenteils guten Leistungen“, sagte der DFB-Chefcoach über Gomez, der in diesem Jahr allerdings gerade einmal 
21 Minuten für den FC Bayern auf dem Platz stand.

Bei Lazio Rom hat die erneute Verletzung von Klose einen Schock ausgelöst. „Er könnte theoretisch zum Derby am 
7. April wieder fit sein. Aber das ist nicht mehr als ein Hoffnungsschimmer“, sagte Lazio-Präsident Lotito. DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hatte bei Klose einen Teilabriss des Außenbandes im rechten Knie diagnostiziert. Es wird eine etwa siebenwöchige Zwangspause erwartet. Für den Dritten der Serie A sei die drohende längere Pause „ein Tiefschlag“, schrieb die „La Gazzetta dello Sport“. Aus gutem Grund: In der Vorsaison hatte sich Klose Ende März eine Zerrung zugezogen und fiel in den letzten zwei Monaten der Saison aus. Prompt verpasste Lazio einen Champions-
League-Platz.

dpa

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