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Fußball Magath vor Wiedersehen mit Schalke unter Druck
Sport Fußball Magath vor Wiedersehen mit Schalke unter Druck
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14:08 09.09.2011
Felix Magath muss mit dem VfL Wolfsburg gegen Schalke gewinnen. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Kein Spiel wie jedes andere: Vor dem brisanten Wiedersehen mit seinem Ex-Club Schalke 04 ist Felix Magath beim VfL Wolfsburg gehörig unter Druck geraten. Nach der bundesweiten Kritik an seiner Transferpolitik, Geldstrafen für taktische Fehler, der Degradierung seines erfolgreichsten Stürmers Patrick Helmes und dem VfL-Fehlstart kämpft Magath um seinen Ruf als Erfolgstrainer. Schalke-Coach Ralf Rangnick gab sich vor der pikanten Fußball-Partie unaufgeregt. „Es gibt für einen Sieg genauso drei Punkte wie in jedem anderen Spiel auch“, sagte Rangnick vor dem Duell mit seinem ungeliebten Kollegen Magath am Sonntag (17.30 Uhr) in Wolfsburg.

Der Revierclub reduzierte zuletzt den unter Magath vormals auf 35 Spieler aufgeblähten Kader auf nur noch 28 Profis und steht unter Rangnick mit neun Punkten aus vier Spielen deutlich besser dar als vor Jahresfrist. „Man muss bedenken, dass bei uns ein doch etwas größerer Umbruch stattgefunden hat“, sagte Rangnick mit einem Seitenhieb auf Vorgänger Magath. Der war nach einem ähnlichen Umbruch wie nun in Wolfsburg mit Schalke in der Vorsaison mit null Punkten aus vier Spielen gestartet. Beim VfL glückte nun immerhin ein Sieg.

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„Wir wissen, dass wir keinen guten Start hingelegt haben. Aber jetzt geht es wieder von neuem los“, sagte Magath. Nach dem mühsam vollbrachten Klassenverbleib holte er nach bekannter Masche zwölf Neue und gab 13 Profis ab. Der sportliche Ertrag ist bisher gering, die Saison soll jetzt erst richtig losgehen. Viele Kritiker werfen Magath seltsame Transfers vor. Der noch verletzte Alexander Hleb etwa kann frühestens in zwei Wochen ins Mannschaftstraining einsteigen und wurde zunächst nur für vier Monate geholt.

Magaths Methoden sorgen für Kopfschütteln

Gegen die aus seiner Sicht ungerechtfertigte Kritik setzte sich der 58-Jährige nun massiv zu Wehr. „Ich will Erfolg haben. Für meine letzten Vereine Wolfsburg und Schalke waren die Transerperioden erfolgreich, denn die waren in der Tabelle vorn“, behauptete Magath. Tatsächlich wurde Magath im Frühjahr auf Schalke gefeuert, als der Club auf Platz zehn lag. Am Ende wurde Schalke gar nur 14.

Wie sehr Magath unter Druck steht, verdeutlicht auch die öffentliche Rückendeckung von Clubeigentümer Volkswagen, zu der man sich diese Woche genötigt sah. Der VfL setzte den örtlichen Zeitungen Club-Aufsichtsratschef und VW-Vorstand Francisco Garcia Sanz vor die Nase. „Wir vertrauen Magath, er hat es bisher am Ende immer geschafft“, sagte der Vertraute von Konzernchef Martin Winterkorn.

Magaths für Außenstehende mitunter bizarr anmutenden Methoden bekamen gerade erst die Angreifer Helmes und Mario Mandzukic zu spüren. Beide sollen wegen wiederholter taktischer Fehler zu jeweils 10.000 Euro Strafe verdonnert worden sein. Helmes, inzwischen wieder begnadigt, musste gar eine Woche lang alleine am Mittellandkanal laufen.

Wofür Magath überall Kopfschütteln provozierte, bekam er auch hier die volle VW-Unterstützung. „Noch einmal: Felix Magath ist Felix Magath. Jeder weiß, wie er arbeitet und dass er stets erfolgreich war. Er hat die sportliche Verantwortung und somit das Recht, solche Themen mit dem nötigen Ernst und der nötigen Durchsetzungskraft zu gestalten“, sagte Garcia Sanz.

dpa

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