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Fußball Löw kann aufatmen: „Grünes Licht“ für Torwart Adler
Sport Fußball Löw kann aufatmen: „Grünes Licht“ für Torwart Adler
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10:42 24.04.2010
Kann nächste Woche wieder ins Training einsteigen: Nationalkeeper Rene Adler.
Kann nächste Woche wieder ins Training einsteigen: Nationalkeeper Rene Adler. Quelle: dpa (Archiv)
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Nationalkeeper Adler hatte nach weiteren Untersuchungen seines Rippenbruchs durch Nationalmannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und den Münchner Spezialisten Ludwig Seebauer „Grünes Licht“ für den Wiedereinstieg bekommen.

Adler, über dessen WM-Teilnahme nach der Verletzung im Spiel vor einer Woche beim VfB Stuttgart kräftig spekuliert worden war, muss an diesem Samstag in der Bundesliga-Partie gegen Hannover 96 zwar noch vom 19 Jahre alten Nachwuchstorwart Fabian Giefer ersetzt werden. Und auch wann die Leverkusener Nummer 1 zwischen die Pfosten zurückkehren wird, steht abschließend noch nicht fest. Doch Adler lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: „Wir werden von Tag zu Tag schauen und in aller Ruhe entscheiden, was sinnvoll ist.“ Sein Trainer Jupp Heynckes hatte bereits angedeutet, Adler selbst im Fall einer schnellen Genesung in dieser Saison nicht mehr einzusetzen, um dessen WM-Chancen nicht zu gefährden.

Löw hatte sich an den imaginären Torwart-Diskussionen in den vergangenen Tagen nicht beteiligt. Der Bundestrainer weiß natürlich, dass ungeachtet der gesundheitlichen Entwarnung für Adler die Debatten weitergehen werden. Dass sich Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn gegen ein Comeback von Jens Lehmann im deutschen Tor in Südafrika ausgesprochen hat, ist für Löw nicht mal eine Randnotiz. Das Thema Lehmann war für ihn schon nach der EM 2008 erledigt.

„Ich weiß nicht, ob Jens der Typ ist, der sich unterordnen könnte und mit der Rolle als Nummer 3 zufrieden wäre. So wie ich ihn kenne, würde der Ehrgeiz wieder mit ihm durchgehen“, sagte Kahn am Freitag im „Hamburger Abendblatt“ zu Spekulationen um ein Comeback des 40 Jahre alten Stuttgarters Lehmann, der bei der Heim-WM 2006 den Vorzug vor Kahn erhalten hatte. Sollte der von Löw als Stammkeeper eingeplante Adler doch noch wegen seines Rippenbruchs in Not kommen, empfahl Kahn: „Dann muss sich Löw zwischen Manuel Neuer und Tim Wiese entscheiden.“

Der heute als ZDF-Experte tätige Kahn traut sowohl dem Schalker Neuer als auch dem Bremer Wiese zu, im Fall des Falles als Ersatz für Adler in die Bresche springen zu können. „Viele Spieler, die ins kalte Wasser geworfen wurden, haben schnell schwimmen gelernt“, sagte Kahn der „Bild“-Zeitung (Freitag). Die Besetzung des Postens der Nummer 3 nannte Kahn eine Philosophie-Frage - die Alternative liegt in der Wahl zwischen einem Routinier oder einem aufstrebenden Schlussmann mit Erfahrung. Für Kahn kämen daher bei einem Adler- Ausfall drei Kandidaten in Betracht: „Roman Weidenfeller, Jörg Butt und auch Frank Rost, der seit Jahren gute Leistungen bringt.“

dpa

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