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Fußball Leverkusen nach 3:2-Sieg über Fortuna auf Platz vier
Sport Fußball Leverkusen nach 3:2-Sieg über Fortuna auf Platz vier
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17:48 04.11.2012
Leverkusen hat Düsseldorf mit 3:2 besiegt. Quelle: dpa
Leverkusen

Sidney Sam (16. Minute), André Schürrle (41.) und Gonzalo Castro (66.) sorgten am Sonntagabend für den elften Punktgewinn in Serie, der die Rheinländer an Meister Borussia Dortmund vorbei auf den vierten Platz der Fußball-Bundesliga hievte. Nach dem Ausgleich von Nando Rafael (40.) und dem Anschlusstor vor Ken Ilsö (86.) musste Bayer vor 27 153 Zuschauern aber um den ersten Heimsieg gegen die Fortuna seit 26 Jahren mehr zittern als über weite Strecken zu erwarten.

Außerdem machte sich Bayer das Leben selbst schwer, vor allem durch den Platzverweis gegen Simon Rolfes (65.) nach einem groben Foul gegen Adam Bodzek. Rolfes war nur gut eine Minute vor dem Foul eingewechselt worden.

Den Leverkusenern war das Selbstbewusstsein der vergangenen Wochen über weite Strecken anzumerken. Deutlich spielfreudiger als die gewohnt defensiven Gäste kontrollierte die Bayer-Truppe das Spiel und ging nach einer Viertelstunde verdient in Führung: Stefan Kießling schickte Sam mustergültig steil, und der 24-Jährige ließ Torhüter Fabian Giefer mit einem cleveren Lupfer keine Chance.

Kießling, Sam und vor allem Schürrle wirbelten zwischen den meist überforderten Düsseldorfer nach Belieben, nur die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig. Außerdem hatte die Fortuna in Giefer einen Keeper im Tor, der im Duell mit Schürrle lang die Oberhand behielt. Schon in der 3. Minute klärte er einen Fernschuss zur Ecke, in der 34. Minute lenkte er einen Volley-Kracher des Nationalspielers aus kurzer Distanz mit einem fantastischen Reflex an die Querlatte. Kurz vor der Pause war der Torwart aber machtlos, als Schürrle einen Abpraller nach Vorlage von Sam und Kießling ins Netz drosch.

Dem Team des Trainer-Duos Samy Hyypiä und Sascha Lewandowski glückte dabei die schnelle Antwort auf den Ausgleich, der eine Kopie des Siegtreffers gegen die Bayern zu sein schien - nur eben ins eigene Tor: Rafael köpfte einen Eckball an den Schädel von Ömer Toprak, von dessen Gesichtsmaske - gegen Bielefeld hatte dieser sich die Nase gebrochen - flog der Ball an Michael Rensing vorbei ins Tor.

Das De-facto-Eigentor passte ins Bild der ersten 45 Minuten, in denen die Leverkusener vor dem eigenen Tor gefährlicher schienen als die Düsseldorfer Stürmer. Allein Manuel Friedrich hatte bei zwei Aktion Glück, dass ihm kein Eigentor unterlief (24./39.).

Schon vor dem Anpfiff war Bayer in punkto Abwehrverstärkung aktiv geworden: Wie die Werkself bekanntgab, wurde der zuletzt vereinslose Sebastian Boenisch unter Vertrag genommen. Der Pole erhält in Leverkusen einen Vertrag bis Saisonende und soll vor allem die Ausfälle von Michal Kadlec und Daniel Schwaab kompensieren.

Neben dem Transfer Boenischs hatte Leverkusen auch in einer anderen Causa am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt. Wegen eines Streits mit der UEFA um Verstöße gegen die Anti-Doping-Vorschriften rief Bayer den Internationalen Sportgerichtshof CAS an. Es geht dabei um den verpassten Dopingtest eines Profis - laut „Bild“-Zeitung Michael Ballack - im September 2011. Ende dieses Monats sollen die Richter in Lausanne eine Entscheidung in dem Fall fällen.

In der zweiten Halbzeit kamen die Düsseldorfer dann besser ins Spiel, schenkten nach gut einer Stunde aber die Chancen auf einen Punktgewinn fahrlässig her: Nur Sekunden nach dem Platzverweis gegen Rolfes verlor Fortunen-Kapitän Andreas Lambertz den Ball auf der Höhe der Mittellinie, Ramos Carvajal stürmte in den Strafraum, legte quer zu Castro und dieser musste nur noch einschieben.

dpa

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