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Fußball „Klaus Allofs hinterlässt riesige Fußspuren“
Sport Fußball „Klaus Allofs hinterlässt riesige Fußspuren“
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13:20 15.11.2012
Von nun an beim VfL Wolfsburg: Klaus Allofs. Quelle: dpa
Bremen

Thomas Schaaf ist in diesen Tagen noch schweigsamer als sonst. Den Abgang seines Kumpels und langjährigen Partners Klaus Allofs weigerte er sich tagelang zu kommentieren. Dabei hat der Coach beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen mehr zu sagen als je zuvor, denn er darf bei der Auswahl eines Allofs-Nachfolgers ein gewichtiges Wort mitreden - das hat ihm der Aufsichtsrats-Vorsitzende Willi Lemke zugesichert.

Lemke hat in der Nacht zum Donnerstag mit seinen Kollegen im Aufsichtsrat zwei Modelle erarbeitet. „Entweder suchen wir nur einen Geschäftsführer mit Bundesliga-Erfahrung“, erklärte der Aufsichtsrats-Boss, „oder wir suchen einen Geschäftsführer und einen zweiten Mann, die dann arbeitsteilig arbeiten.“

Lemke bevorzugt das zweite Modell. Das hätte auch den Vorteil, dass es keinen direkten Vergleich zu Allofs gebe. Denn der hatte trotz der Probleme in den zurückliegenden zwei Spielzeiten mit Schaaf eine bemerkenswert erfolgreiche Ära währen der 13 Jahre in Bremen. „Klaus Allofs hinterlässt riesige Fußspuren“, sagte Lemke dazu.

Der Aufsichtsrats-Chef schloss eine eigene Rückkehr ins operative Geschäft aus. „Das war schon vor zehn Jahren Unsinn, und das ist auch jetzt Unsinn. Das gehört ins Reich der Fabeln“, sagte der frühere Manager zu den Spekulationen. Lemke war Vorgänger des nun zum VfL Wolfsburg gewechselten Allofs, der den Job in Bremen im Oktober 1999 übernommen hatte. Derzeit arbeitet der 66 Jahre alte Lemke bei den Vereinten Nationen als Sonderberater für Sport. „Ich habe einen wunderbaren Job“, sagte Lemke dazu.

Zu den in Bremen als mögliche Nachfolger gehandelten Marco Bode, Frank Baumann, Rune Bratseth und Dietmar Beiersdorfer wollte sich Lemke nicht äußern. „Wir werden keine Wasserstandsmeldungen abgeben.“

Was muss der neue Mann mitbringen? „Fußballerischen Sachverstand, kaufmännisches Geschick und Geschick im Umgang mit Beratern, was nicht immer ganz einfach ist“, sagte Lemke. Eine entscheidende Frage bei den traditionsbewussten und eher familiäreren Bremern ist auch: „Wollen wir jemanden mit Stallgeruch oder jemanden von außen?“ Die vier Favoriten haben alle mehrere Jahre bei Werder gespielt.

Die naheliegendste Lösung, dass der bereits unter Vertrag stehende Baumann sofort übernimmt, fand offensichtlich keine Zustimmung. Der langjährige Werder-Kapitän hat zwei Jahre als Allofs-Assistent gearbeitet, ist derzeit im Scouting beschäftigt und hat nun kommissarisch einen Teil der Manager-Aufgaben übernommen.

Lob für Baumann gab es zum Abschied vom jetzigen Manager des VfL Wolfsburg. „Er ist total auf Werder fixiert, superfleißig und loyal“, sagte Allofs. „Er hat den Übergang vom Spieler zum Funktionär in toller Weise geschafft.“ Für die sofortige Nachfolge hat es dennoch nicht gereicht.

dpa

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