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Fußball Klaus Allofs atmet nach brisantem Duell tief durch
Sport Fußball Klaus Allofs atmet nach brisantem Duell tief durch
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14:50 25.11.2012
„Wäre ich noch bei Werder, hätte ich mich auch aufgeregt“: Klaus Allofs über den umstrittenen Platzverweis für Bremens Lukas Schmitz. Quelle: dpa
Wolfsburg

Thomas Schaaf war stinkesauer - doch die jahrelang übliche Unterstützung von Klaus Allofs blieb aus. Der Coach des SV Werder Bremen schimpfte nach dem 1:1 (1:0) bei Allofs’ neuem Verein VfL Wolfsburg über die Gelb-Rote Karte für Lukas Schmitz (62.). „Das ist unfassbar“, kritisierte Schaaf. „Dadurch werden Spiele entschieden. Er geht zum Ball. Ich habe da kein Verständnis für.“ Bis vor zehn Tagen wäre Allofs dem Coach verbal zur Hilfe gekommen - aber diese Zeiten sind vorbei.

„Wäre ich noch bei Werder, hätte ich mich auch aufgeregt. Aber objektiv gesehen war es wohl eine Gelbe Karte und in der Summe ist es dann eben Gelb-Rot“, meinte Allofs zu der strittigen Szene.

Während des Spiels stand der vor zehn Tagen überraschend gewechselte Fußball-Manager fast mehr im Blickpunkt als die Bundesliga-Profis auf dem Rasen, auch wenn Allofs beteuerte, es sei „normal“ gewesen. Bei seiner Wolfsburger Heimpremiere erlebte Allofs das umjubelte Ausgleichstor durch Bas Dost (64.). Vor 29.723 Zuschauern hatte Marko Arnautovic (35.) den Treffer für die Bremer erzielt, die fast eine halbe Stunde in Unterzahl waren.

„Für uns war es ein Spiel wie jedes andere“, behauptete Aaron Hunt nach dem ersten Spiel, bei dem sein ehemaliger Chef auf der anderen Bank saß: „Jetzt haben wir uns die Punkte geteilt, das ist vielleicht auch gut so.“

Fast alle Kameras waren schon auf Allofs gerichtet, bevor es überhaupt losging. Der langjährige Werder-Clubchef war umlagert von mehr als einem Dutzend Fotografen und Kameraleuten, als er erstmals als Wolfsburger Geschäftsführer auf der VfL-Bank Platz nahm. Zuvor hatte der 55-Jährige alle Spieler und Betreuer seines alten Clubs per Handschlag begrüßt und Schaaf in den Arm genommen.

„Die letzten Wochen war es schwieriger“, sagte Allofs beim Pay-TV-Sender Sky zur Umstellung: „Heute ist es etwas leichter. Ich bin ja schon acht, neun Tage hier.“ Gefasst zeigte sich auch Schaaf, der als Trainer erstmals als Gegner des neben ihm stehenden Allofs ein Interview geben musste. „Wir wussten schon, was auf uns zukommt“, kommentierte der Werder-Coach die ungewohnte Situation.

Während der 90 Minuten sah Allofs seine alte Mannschaft lange Zeit engagierter und druckvoller. Werder machte das Spiel und störte früh. Hunt und Kevin de Bruyne kurbelten die Angriffe an. Allofs’ neues Team agierte zurückhaltend, fand erst in Überzahl seinen Rhythmus. In den ersten 30 Minuten kam der VfL überhaupt nicht gefährlich in den Werder-Strafraum, während die Bremer auf der Gegenseite deutlich aktiver waren und für Unruhe in der VfL-Abwehr sorgten.

Die Wolfsburger, zum sechsten Mal mit der gleichen Startaufstellung, wirkten zu passiv. Gelang ihnen die Balleroberung, wussten sie damit wenig anzufangen. Diego, ein anderer Ex-Bremer, konnte sich erst spät gegen seine ehemaligen Mitspieler durchsetzen.

Nach zwei Pfostentreffern des VfL erzielte Werder die Führung. Der bis dahin schwache Eljero Elia passte quer durch die unsortierte VfL-Abwehr auf den zuvor ebenfalls blassen Arnautovic, der den Ball locker einschob. Allofs sank in seinem Sitz zusammen, während Schaaf knapp 20 Meter weiter aufsprang, jubelte und Elia in den Arm nahm.

Nach 64 Spielminuten war es andersherum. Zwei Minuten nach dem umstrittenen Platzverweis von Linksverteidiger Schmitz („Dass der Schiedsrichter das pfeift, ist falsch“) schob Dost nach schöner Vorarbeit von Diego und des eingewechselten Vierinha ein - und Allofs durfte jubeln. Ein letztes Mal durchschnaufen musste dieser, als Aaron Hunt (82.) einen direkten Freistoß an den Wolfsburger Pfosten setzte - dann begann der Interview-Marathon. 

dpa

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