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Fußball Joachim Löw: "Dieser Sieg war kein historischer"
Sport Fußball Joachim Löw: "Dieser Sieg war kein historischer"
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11:47 07.02.2013
Ein Sieg gegen den Zweifel: Trainer Joachim Löw nach dem Frankreich-Spiel mit neuer Zuversicht. Quelle: dpa
Paris

In der Beurteilung des eigentlich historischen Sieges waren sich alle Protagonisten von Joachim Löw bis Thomas Müller einig. Nicht die beendete schwarze Serie gegen Frankreich, auch nicht der endlich einmal gelungene Jahresauftakt sorgten im Lager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für Erleichterung. Das 2:1 von Paris war vor allem ein wichtiger Erfolg gegen die inneren und äußeren Zweifel. „Jetzt hat das ganze Land gesehen, dass beim DFB nicht alles schlecht ist", erklärte Bayern-Profi Thomas Müller, der mit seinem Tor in Stade de France die Wende eingeleitet hatte.

„Für uns war es der richtige Härtetest, das Spiel war sehr temporeich und schnell", erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach seinem 90. Spiel als Bundestrainer, das auch ihn persönlich wieder in ruhigeres Fahrwasser bringt. Die Skepsis an Löw und seiner lange umjubelten Boy Group war im Vorjahr mit dem bitteren EM-Ausscheiden und dem verspielten 4:0-Vorsprung gegen Schweden in der WM-Qualifikation stark gewachsen. Nach dem ersten Sieg in Frankreich nach 78 Jahren betonte Löw deshalb besonders: „Wir haben nie die Kontrolle verloren wie gegen Schweden." Vor vier Monaten in Berlin hatten die Schwarz-Rot-Goldenen noch den Ausgleich zulassen müssen.

Vor 75.000 Fans in Paris drehten die Deutschen nun wieder selbst eine Partie – und das gegen eine echte Topmannschaft. Sami Khedira verwertete den Doppelpass seines Real-Madrid-Kollegen Mesut Özil (74.) zum Siegtor. Zuvor hatte Thomas Müller (51.) die französische Führung durch Mathieu Valbuena (44.) ausgeglichen. Erstmals seit fünf Jahren hat damit ein deutsches Nationalteam wieder einen Jahresauftakt gewonnen.

„Dieser Sieg war kein historischer, aber ein wichtiger", meinte André Schürrle und setzte wie all seine Kollegen andere Prioritäten. „Beide Teams waren gewillt, nach vorn zu spielen und wollten unbedingt gewinnen. Wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet, waren wir klar die bessere Mannschaft", analysierte Bundestrainer Löw erfreut.

„Das war ein guter Start ins neue Jahr, keine Frage. Man weiß, wie stark Frankreich ist, und ich denke, dass die Mannschaft gut dagegen gehalten hat", bemerkte auch Kapitän Philipp Lahm, der sich heiße Duelle mit seinem Bayern-Kollegen Franck Ribéry geliefert hatte. „Wir haben einige Dinge gut gemacht, die wir zuletzt nicht so gut gemacht hatten: gute Organisation, daraus resultierten viele Ballgewinne und ein schnelles Spiel nach vorn", ergänzte Löw.

Für die WM-Qualifikation, die im März fortgesetzt wird, sehen sich Löw, Lahm und Co. nun gerüstet. „Wir sind absolut im Soll, weil wir Tabellenführer sind. Jetzt wollen wir nachlegen zweimal gegen Kasachstan. Dann sieht die Situation sehr gut aus", betonte der Kapitän.

Vor allem ein überzeugender Mesut Özil als Takt- und Ideengeber sowie die zentrale Achse mit den Innenverteidigern Mats Hummels und Per Mertesacker sowie Sami Khedira und Ilkay Gündogan im Mittelfeld schuf ein deutliches Übergewicht gegenüber den Franzosen. „Die Franzosen haben ja auch kein schlechtes Spiel gemacht. Deshalb war das 2:1 wichtig für unser Selbstvertrauen", unterstrich Gündogan.

dpa

Die schwarze Frankreich-Serie ist beendet. 78 Jahre mussten die Deutschen warten um wieder ein Länderspiel im Nachbarland zu gewinnen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw setzte sich zum Jahresauftakt 2013 nach einer couragierten Leistung mit 2:1 (0:1) gegen die Franzosen durch und weckte ein Stück Zuversicht auf dem Weg zur WM in Brasilien.

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