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Fußball Hitziges Duell zwischen Kiel und Havelse
Sport Fußball Hitziges Duell zwischen Kiel und Havelse
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08:52 04.10.2012
Unrühmlicher Höhepunkt der Partie: Schiedsrichter André Wenzel muss den TSV-Torschützen Tom Merkens (3. v. r.) und die aufgebrachten Spieler aus Kiel trennen. Quelle: Körner
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Garbsen

„Dieser Punkt ist großartig“, sagte Trainer André Breitenreiter, der am Dienstag seinen 39. Geburtstag gefeiert hat, „Kiel ist eine Top-Mannschaft.“ Und so ganz nebenbei verkürzte seine Elf den Abstand zu den beiden führenden Teams auf zwei Punkte. Auch für den Lokalrivalen Hannover 96 II hat das Remis Folgen: Die Kieler verdrängten die „Roten“ aufgrund der besseren Tordifferenz von der Tabellenspitze.

Die 831 Zuschauer sahen ein kämpferisch geprägtes Spiel im Wilhelm-Langrehr-Stadion. Der TSV ging durch Tom Merkens (2. Minute) früh in Führung, hatte jedoch in der Folge Probleme, sich gegen eine starke Kieler Defensive Chancen herauszuspielen. Ein Kopfball von Daniel Hintzke (12.) war da noch am gefährlichsten. Die Gäste konnten durch Amando Aust (38.) ausgleichen und hatten durch Aust (54.) und den Pfostentreffer von Steve Müller (76.) sogar die Möglichkeiten zum Siegtreffer.

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Ihren unrühmlichen Höhepunkt hatte die Partie, als es nach einem Foul von Merkens (43.) an Kiels Jaroslaw Lindner zur Rudelbildung auf dem Platz und dann an der Linie kam. Auslöser war aber nicht das Foul, sondern ein anschließender Schubser des Kielers Marcel Schied gegen Merkens. Der Stürmer der Gäste war schon in der 16. Minute mit einer Tätlichkeit gegen Marco Hansmann aufgefallen, kam jedoch mit einer Ermahnung davon. Der Halbzeitpfiff beruhigte die Gemüter etwas, und Schiedsrichter André Wenzel ermahnte beide Teams in einer Pausenansprache, disziplinierter aufzutreten.

TSV-Manager Stefan Pralle zeigte sich zufrieden mit dem Spielverlauf und dem Ergebnis. Er hatte das Spiel zum Test erklärt, ob Spitzenfußball in Havelse angenommen wird. „Das ist ein Schritt nach vorne“, erklärt Pralle, „die Zuschauerzahl könnte aber auch mal vierstellig sein.“ Vielleicht am kommenden Sonnabend (14 Uhr), dann kommt mit Werder Bremen II das nächste Spitzenteam aus dem Norden.

Pokalspiel daheim

Der TSV darf das Pokalspiel gegen den VfL Bochum am 30. Oktober im heimischen Stadion austragen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe grünes Licht gegeben, teilte TSV-Manager Stefan Pralle am Mittwoch mit. Damit ist die wochenlange Debatte um die nicht fernsehtaugliche Beleuchtung im Wilhelm-Langrehr-Stadion vorerst beendet. Um den Auflagen des DFB zu genügen, werden vier Lkw mit 40 Meter hohen Flutlichtmasten aus England nach Garbsen anreisen.

Dieter Kösel

03.10.2012
03.10.2012
03.10.2012