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Fußball Hansa Rostock entlässt Trainer Zachhuber
Sport Fußball Hansa Rostock entlässt Trainer Zachhuber
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15:40 22.02.2010
Ex-Hansa-Trainer Andreas Zachhuber Quelle: dpa
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Mit einem neuen Trainer will sich der wieder abstiegsbedrohte FC Hansa Rostock in der 2. Fußball-Bundesliga aus der Krise spielen. Zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Duell mit dem 1. FC Union Berlin am Mittwoch trennte sich der Ostsee-Club am Montag von seinem einstigen Retter Andreas Zachhuber und präsentierte dessen bisherigen Assistenten Thomas Finck als Nachfolger.

„Er soll die Qualität der Mannschaft verbessern und Hansa wieder in einen ruhigen Hafen führen. Wir haben das Vertrauen, dass das was wird“, sagte Manager René Rydlewicz auf einer Pressekonferenz. Hansa Rostock hat damit in der Liga für den zehnten Trainerwechsel in der laufenden Saison gesorgt. Finck hat noch einen Vertrag bis 2011 und soll nach dem Willen der Vereinsführung langfristig arbeiten.

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Der 40-Jährige steht bei dem auf Platz 14 abgerutschten Verein vor einer schwierigen Aufgabe. Denn am Samstag hatten die Hanseaten mit dem 0:1 gegen den FC Augsburg die zwölfte Saison-Niederlage kassiert und Proteste der Anhänger ausgelöst. „Es geht darum, das Umfeld wieder für sich zu gewinnen“, sagte der bislang weitgehend unbekannte Finck. Geht es nach der Statistik, steht es gut um das Vorhaben des gebürtigen Rostockers Finck. Denn gegen den 1. FC Union haben die Rostocker seit fast 38 Jahren nicht im eigenen Stadion verloren.

Für Zachhuber hingegen ist die zweite Amtszeit beim FC Hansa wegen Erfolglosigkeit beendet. Nur zwei Punkte aus fünf Rückrunden-Spielen haben ihn nach nicht mal einem Jahr im Amt den Job gekostet. „Mit zu wenigen Punkten und unbefriedigenden Leistungen“, begründete Rydlewicz die Trennung von dem Trainer, der den Club in der vorigen Saison mit elf ungeschlagenen Spielen vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahrt hatte. Rydlewicz: „Es war eine menschlich sehr schwierige Entscheidung, weil wir wissen, dass wir ohne den Trainer Andreas Zachhuber heute nicht so hier sitzen würden.“

Zachhuber zeigte sich vor allem vom Zeitpunkt seiner Entlassung “überrascht“. Trotz der zuletzt schwachen Auftritte seiner Mannschaft war er bis zuletzt davon überzeugt, das Saisonziel mit einem Platz zwischen acht und zwölf auch unter seiner Regie erreichen zu können.

dpa