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Fußball Hannover 96 setzt zum Endspurt an
Sport Fußball Hannover 96 setzt zum Endspurt an
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10:29 26.11.2011
Von Christian Purbs
Die „Roten“ im Anmarsch: Sofian Chahed, Mohammed Abdellaoue, Ron-Robert Zieler, Mario Eggimann und Sergio Pinto (von links). Quelle: Ulrich zur Nieden
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96 – Hamburger SV (Sonnabend, 18.30 Uhr)

Der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt: Auch das war ein Grund dafür, warum es bei 96 in der vergangenen Saison so gut lief. Für die Partie gegen Hamburg könnte das Gegenteil der Fall sein. Hätten sich die „Roten“ den Termin für das Spiel gegen den HSV aussuchen können, dann wäre die Begegnung garantiert schon ein Fall für das Bundesliga-Geschichtsbuch.

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Nach einem katastrophalen Saisonstart berappelt sich die Mannschaft unter dem neuen Trainer Thorsten Fink gerade wieder, der erste Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen 1899 Hoffenheim sorgt für zusätzliches Selbstbewusstsein beim Tabellen-14. Bei den Hanseaten, die in den vergangenen fünf Begegnungen beachtliche neun Punkte holten und keine dieser Partien verloren, zeigt die Formkurve deutlich nach oben. Die „Roten“ marschieren hingegen eher im Zickzackkurs durch die Saison, immerhin können sie heute ihre Heimstärke dagegensetzen: In dieser Spielzeit ist es noch keinem Gegner in der Bundesliga gelungen, 96 in der AWD-Arena zu besiegen.

Tipp: Ein ganz enges Spiel. 96 gewinnt gegen seinen Lieblingsgegner mit seinem Lieblingsergebnis 2:1.

Standard Lüttich – 96 (Mi., 30.11., 21.05 Uhr)

Was in der Bundesliga nicht funktioniert, klappt in der Europa League perfekt: Von Auswärtsschwäche keine Spur, mit sechs Punkten brachte 96 bislang das Maximum von seinen Auftritten in der Fremde mit. Dass Standard keine Übermannschaft ist, haben die Belgier beim 0:0 im Hinspiel gezeigt, in dem 96 das bessere Team war. Wenn die „Roten“ in Lüttich wie in Kopenhagen kühlen Kopf bewahren, ist mindestens ein Remis drin.

Tipp: Für ein Tor ist 96 auswärts immer gut. 1:1, das reicht aufgrund des direkten Vergleichs mit Lüttich fürs vorzeitige Weiterkommen.

SC Freiburg – 96 (Sbd., 3.12., 15.30 Uhr)

In der vergangenen Saison gehörte der SC Freiburg noch zu den Überraschungsteams der Liga. Davon ist der Vorletzte der Liga zurzeit weit entfernt, für die Mannschaft von Trainer Marcus Sorg geht es diesmal einzig und allein um den Klassenerhalt. Gelingt es den „Roten“, SC-Torjäger Papiss Demba Cisse auszuschalten, stehen die Chancen für den zweiten Auswärtssieg gut. Ein Beispiel kann sich 96 an seinem letzten Auftritt in Freiburg nehmen: Beim 3:1-Erfolg Mitte April lieferte die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka eines ihrer besten Auswärtsspiele ab.

Viel mehr als Einsatz und Kampf haben die Freiburger nicht zu bieten, mit bislang 29 Gegentoren hat der SC die schwächste Abwehr der Liga. Auch weil die Krankenakte des ehemaligen 96-Profis Jan Rosenthal in Freiburg länger wird, fehlt es dem SC im Mittelfeld an Spielern mit Ideen.

Tipp: Freiburg liegt den „Roten“. Ein Tor reicht 96 zum Sieg.

96 – Bay. Leverkusen (Sbd. 10.12., 18.30 Uhr)

Im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres kommt mit Leverkusen noch einmal eine Mannschaft ganz nach dem Geschmack der „Roten“ nach Hannover. Das Team von Trainer Robin Dutt überlässt das Spiel nicht gerne den anderen, so mag es 96 am liebsten. Allerdings gilt auch für die Partie gegen Bayer: Vor ein paar Wochen hätten es die „Roten“ leichter gehabt. Herrschte in Leverkusen beim Saisonstart noch reichlich Tohuwabohu, weil Trainer Dutt das Gefüge der Mannschaft durch ungewöhnliche Personalentscheidungen durcheinanderbrachte und sich mit Stars wie Michael Ballack, Stefan Kießling und Simon Rolfes anlegte, ist mittlerweile wieder Ruhe am Rhein eingekehrt.

Auf ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mitspielern freut sich der frühere 96er Hanno Balitsch, bei Ballack dürfte sich die Freude auf ein Duell mit Sergio Pinto in Grenzen halten. Beim letzten Aufeinandertreffen in Hannover (2:2) hatte Pinto Ballack mit einem Foul für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt. Aufgepasst: Mit bislang vier Siegen ist Bayer hinter den Bayern zweitbestes Auswärtsteam der Liga.

Tipp: 96 bleibt zu Hause unbesiegt, aber mehr als ein Remis wird’s nicht.

96 – Worskla Poltawa (Do., 15.12., 19 Uhr)

Die Gelegenheit, gegen den schwächsten Gruppengegner den Fans noch einmal ein Spektakel zu bieten, lassen sich die „Roten“ nicht entgehen. Ein schnelles Tor, dann ist der letzte Widerstand gebrochen.

Tipp: Zum Fest klingelt es auch in der 96-Kasse. Die „Roten“ gewinnen deutlich und machen Platz 1 klar.

1. FC Kaiserslautern – 96 (Stg., 18.12., 15.30 Uhr)

Kurz vor Weihnachten geht es für 96 am letzten Hinrundenspieltag in die Pfalz zum Spiel gegen die „Roten Teufel“. Auch wenn der Betzenberg längst keine uneinnehmbare Festung mehr ist, in dieser hitzigen Atmosphäre spielt kein fremdes Team gerne. Spielerisch ist es eher Magerkost, was die Mannschaft von Trainer Marco Kurz anbietet, sie lebt – wie sollte es am „Betze“ auch anders sein – vom Kampf und von der Disziplin. Probleme hat Kaiserslautern besonders im Angriff. Das große Manko der beiden Stürmer Itay Shechter, um den auch 96 im Sommer kräftig geworben hatte, und Dorge Kouemaha ist die klägliche Chancenverwertung: Zehn Tore in 13 Spielen bedeutet Ligatiefstwert. Dennoch eine unangenehme Aufgabe für die „Roten“, die sich nicht zu sehr in die Defensive, aber auch nicht in die dominante Rolle drängen lassen dürfen.

Tipp: Bescherung für beide – jeweils einen Punkt.

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