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Fußball Hannover 96 bleibt seiner Unentschieden-Leidenschaft treu
Sport Fußball Hannover 96 bleibt seiner Unentschieden-Leidenschaft treu
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21:15 22.01.2012
Von Heiko Rehberg
Foto: Unüberwindbare Mauer: Die 96-Profis Konstantin Rausch, Emanuel Pogatetz, Mario Eggimann, Mohammed Abdellaoue und Moritz Stoppelkamp (von links) machen hinten dicht – der Hoffenheimer Jannik Vestergaard macht dicke Backen.
Unüberwindbare Mauer: Die 96-Profis Konstantin Rausch, Emanuel Pogatetz, Mario Eggimann, Mohammed Abdellaoue und Moritz Stoppelkamp (von links) machen hinten dicht – der Hoffenheimer Jannik Vestergaard macht dicke Backen. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Sinsheim

Gratulation: Die 100 Punkte sind voll! Und so hatte nach dem 0:0 von Hannover 96 bei 1899 Hoffenheim wenigstens Trainer Mirko Slomka ungeteilten Grund zur Freude nach einem torlosen Unentschieden mit erhöhtem Gähnfaktor. Für die „Roten“ war es zum Rückrundenstart der Zähler Nummer 24, womit zweierlei feststeht: Slomka ist in seinen zwei Amtsjahren von der Quote her der erfolgreichste Punkteeinsammler in der Vereinsgeschichte. Und seine Mannschaft bleibt mit dem neunten Unentschieden der Remisspezialist der Liga.

Die Hannoveraner können sich in dieser Saison in jedem zweiten Spiel nicht zwischen Sieg und Niederlage entscheiden, die Partie in Hoffenheim passte in diese Kategorie. Da war auf der einen Seite die lange Ausfallliste mit Stammkräften wie Jan Schlaudraff, Christian Schulz, Sergio Pinto und Karim Haggui, aufgrund der am Ende alle irgendwie zufrieden waren mit dem 0:0 in Sinsheim. Da war aber ebenfalls das Gefühl, dass Hoffenheim vor allem in der lausigen 2. Halbzeit ein schlagbarer Gegner war, selbst für eine ersatzgeschwächte Mannschaft. Doch nach starkem Beginn nach der Pause richtete sich 96 relativ früh mit dem Unentschieden gemütlich ein.

„Nicht ideal, aber damit können wir leben.“ So lautete das Resümee von 96-Torwart Ron-Robert Zieler, der mit zwei starken Paraden gegen Vedad Ibisevic (25. Minute) und Fabian Johnson (84.) eine Niederlage verhinderte in einem Spiel, das sich vom Niveau dem miesen Wetter im Kraichgau anpasste. Mit einer Ausnahme: Stürmisch wie rund ums Stadion ging es auf dem Rasen nicht zu.

Acht Spiele umfasst mittlerweile die hannoversche Serie ohne Sieg, „unbefriedigend“ nannte das Slomka, und es klang wie ein Widerspruch, als er gleichzeitig sagte, dass „uns die Leistung Mut geben wird“. Vor allem die kompakte und konzentrierte Defensivleistung erfreute Slomka. Zieler strahlte die Souveränität eines Nationaltorhüters aus, Steve Cherundolo zeigte hinten rechts endlich mal wieder eine tadellose Leistung, und Mario Eggimann bildete mit Emanuel Pogatetz ein neuformiertes, aber bestens harmonierendes Innenverteidigerpaar.

In der Offensivabteilung funktionierte dagegen wenig. Moritz Stoppelkamp konnte seine Einsatzchance nicht nutzen. Er war oft am Ball, er lief und kämpfte, aber nicht nur bei seinen beiden Torchancen (22., 49.) fehlten ihm Kaltschnäuzigkeit und Übersicht. Und ganz vorn fremdelte Mohammed Abdellaoue als Alleinunterhalter; so wenig torgefährlich und so zweikampfschwach sah man den treffsichersten 96-Schützen (neun Tore) in der Vergangenheit selten.

„Erarbeitet, erkämpft, erlaufen“ habe sich seine Mannschaft den Punkt gegen Hoffenheim, sagte Slomka später. Doch er weiß, dass dieses 0:0 am kommenden Freitag mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg erst noch zu einem ansehnlichen Paket geschnürt werden muss. Denn die Ergebnis-Unentschlossenheit der Mannschaft kann in der Tabelle schnell dazu führen, dass der Kontakt zu den Europacupplätzen abreißt. „Unentschieden“, sagte Torwart Zieler, „bringen uns nicht weiter nach oben.“

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96-Profi Karim Haggui sieht dem Auftakt seiner tunesischen Nationalelf beim Afrika-Cup optimistisch entgegen. „Ich glaube, wir können jede Mannschaft bei diesem Turnier schlagen. Ich hoffe, dass wir am Montag in Topform sind“, sagte der Abwehrspieler der „Roten“ am Sonntag in Libreville.

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