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Fußball Schwarze Serie reißt gegen Nachbarn
Sport Fußball Schwarze Serie reißt gegen Nachbarn
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18:59 03.11.2013
Nach dem 2:0-Erfolg gegen Hannover 96 II bedanken sich die Spieler des TSV Havelse bei ihren Fans. Quelle: Florian Petrow
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Garbsen

„Ich bin sehr froh, endlich einmal wieder Siegprämien zahlen zu müssen“, stellte Stefan Pralle, Manager des Fußball-Regionalligisten TSV Havelse, fest. Zumal sein Team nach sechs Spielen ohne „Dreier“ einen ganz besonderen Erfolg feierte: Im Derby gegen Hannover 96 II hieß es am Ende 2:0 vor 702 Zuschauern im Wilhelm-Langrehr-Stadion – etwas weniger als erwartet. Aber nach den jüngsten Ergebnissen sind die Havelser bescheiden geworden.

Es war ein sehenswertes Derby, weil beide Mannschaften die Offensive suchten. Doch schnell wurde deutlich, dass sich die „Roten“ überraschend schwertaten, überhaupt zu Tormöglichkeiten zu kommen, obwohl der Havelser Abwehrchef Deniz Tayar wegen einer Sperre fehlte. Dieser Verlust hatte Trainer Christian Benbennek nicht zuletzt aufgrund des 9:2-Erfolges von 96 II gegen Werder Bremen II zuvor einiges Kopfzerbrechen bereitet. Doch Daniel von der Bracke, der zuletzt als Rechtsverteidiger eine starke Form zeigte, konnte auch als Innenverteidiger überzeugen. Und selbst den frühen Verlust des abwehrstarken Mittelfeldspielers Daniel Hintzke (13. Minute, Beckenkammprellung) kompensierte der TSV – Patricks Jöcks war ein guter Ersatz. Für die Defensivarbeit der Gastgeber spricht, dass 96 erst spät durch Almir Kasumovic (81., 88.) zu Chancen kam.

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Reaktionen

Christian Benbennek (Havelser Trainer): „Was uns stark macht, konnten wir heute abrufen: die Bereitschaft, über 90 Minuten an unsere Grenzen zu gehen. Unser großes Plus war, wir wollten mit aller Macht. Der Derbysieg tut unserem Selbstbewusstsein richtig gut.“

Ferhat Bikmaz (Havelser Abwehrspieler, früher 96): „Das ist nach sechs Spielen ohne Sieg eine Riesenerleichterung – und dann noch gegen 96 im Derby. Wir sind sehr kompakt aufgetreten, der Sieg hätte noch höher ausfallen können.“

Sören Osterland (Trainer von 96 II): „Für mich ist die Niederlage die Konsequenz aus zwei Fehlern. Wenn man sich etwas vornimmt und setzt das nur zehn Minuten um, ist das ärgerlich. In den Zweikämpfen haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Mich stört der erste Punkt am meisten.

kös

Dass dieses Derby fast bis zum Abpfiff offen blieb, hatten die „Roten“ vor allem Torhüter Konstantin Fuhry zu verdanken. Ob Torben Deppe (20., 50., 62.), Deniz Cicek (44., 65.), Patrick Posipal (65.) oder Hilal El-Helwe (85.), sie fanden in dem 19-jährigen Schlussmann ihren Meister.
Eine alte Fußballweisheit besagt, dass sich das Auslassen solcher Chancen rächt, doch das galt an diesem Sonntagnachmittag nicht. auch weil den Gästen zu wenig einfiel. Posipal (45.) und Deppe (90.), jeweils nach Vorarbeit von Christoph Beismann, erzielten die Treffer zu einem verdienten TSV-Sieg. Und der lässt die Garbsener wieder freier atmen.

Dieter Kösel

TSV Havelse: Straten-Wolf – Holm, von der Bracke, Kalinowski, Bikmaz – Cicek (83. Wolf), Hintzke (13. Jöcks), Posipal, Maletzki (78. El-Helwe) – Deppe, Beismann.
Hannover 96 II: Fuhry – Surma, Ballas, Fölster, Rutter – Pietler – Capin (54. Kasumovic), Dierßen, Ernst, Herrmann – Gökdemir.

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