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Fußball HSC verspielt die Meisterschaft
Sport Fußball HSC verspielt die Meisterschaft
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06:15 07.06.2012
Frust lass nach: Die HSC-Spieler Mustafa Akcora und Florian Toussaint (am Boden) sind nach dem 1:1 gegen Kleefeld völlig konsterniert. Petrow (3) Quelle: Petrow
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Hannover

Mit einer Riesenüberraschung endete die Saison in der Fußball-Bezirksliga 2. So verpasste der Spitzenreiter HSC Hannover ausgerechnet am letzten Spieltag durch ein 1:1-Unentschieden gegen den seit Langem feststehenden Absteiger TuS Kleefeld den direkten Aufstieg in die Landesliga. Von dem Fauxpas der Lister profitierte der bis dato punktgleiche SV Damla Genc, der zwar ebenfalls große Mühe hatte, sich beim MTVEngelbostel/Schulenburg bei einem weiteren Absteiger in der Schlussphase noch mit 5:3 durchzusetzen.

Die HSCer müssen nun nach zehnjähriger Abwesenheit aus der höchsten hannoverschen Spielklasse auf eine Relegationsrunde mit den Vizemeistern aus den anderen drei Bezirksligen hoffen, um dennoch den Aufstieg durch die Hintertür zu schaffen. Die Mannschaft von Trainer Rainer Behrends hat es jetzt von Freitag an mit dem FC Sulingen, MTV Almstedt und dem FC Stadthagen zu tun.

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Während beim SV Damla Genc der Jubel über den nicht mehr erwarteten direkten Aufstieg riesengroß war, herrschte an der Constantinstraße nicht nur bei den 300 erschienenen Zuschauern große Trauer. „Wir sind völlig konsterniert“, gestand HSC-Manager Volker Neubacher, der bei seiner Mannschaft ein Kopfproblem ausmachte. „Wir sind an unseren Nerven und am überragenden Kleefelder Torhüter Jan Spindler gescheitert“, sagte Neubacher nach den Toren von Kleefelds Matthias Jerchel (27.) zur 1:0-Führung, die Deniz Ay (47.) zwei Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:1 ausgleichen konnte.

Genauso dramatisch wie das Aufstiegsrennen verlief der Kampf um den Relegationsplatz, wo nun der TuS Altwarmbüchem trotz eines 5:0-Sieges bei Niedersachsen Döhren alles daran setzen muss, um sich für eine weitere Saison den Klassenerhalt zu sichern. Pech für die Altwarmbüchener war, dass alle Mitkonkurrenten wie die SG Letter 05 sowie die punktgleichen Mannschaften vom FC Can Mozaik und dem TSV Havelse II ebenfalls ihre Spiele gewannen, sodass das Torverhältnis darüber den Ausschlag gebe musste, wer im Kampf um den Klassenerhalt nachsitzen muss. So weisen Havelse und Altwarmbüchen mit jeweils 37 Zählern nicht nur exakt die gleiche Punktzahl, sondern auch die gleiche Tordifferenz auf.

Am Ende ergab die Zahl der mehr geschossenen Tore den Ausschlag zugunsten des TSV, der 53 Tore gegenüber nur 43Treffern der Altwarmbüchener erzielt hatte und sich nun weiter Bezirksligist nennen darf, während für den TuS spätestens gestern das Zittern und Bangen um den Klassenerhalt begonnen hat. „Es ist schon bitter, wenn ein Tor den Ausschlag gibt, dass wir am Ende nachsitzen müssen“, ärgerte sich dann auch Altwarmbüchens Kotrainer Markus Rang über das Verpassen des Klassenziels.

Klaus Depenau

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