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Fußball „Für den Aufstieg ist es nie zu früh“
Sport Fußball „Für den Aufstieg ist es nie zu früh“
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12:00 18.12.2012
Foto: Auf zum Jubel: Torschütze Dominick Kumbela (links) mit Benjamin Kessel (Mitte) und Marc Pfitzner. Quelle: dpa
Braunschweig

Von wegen tote Hose im Stadion: An Tagen wie diesen intonieren Spieler und Fans von Eintracht Braunschweig fast schon vergessenes Fußball-Liedgut. „Oh, wie ist das schön“, sangen sie noch mehrere Minuten nach dem beeindruckenden 4:3 (2:2) gegen Union Berlin gemeinsam in der Kurve. Dank des euphorisch gefeierten Sieges überwintert Braunschweig als Spitzenreiter in der 2. Liga und ist der Rückkehr in die Bundesliga nach 28 Jahren ein großes Stück näher gekommen. „Ich hatte vor, zu gratulieren, mache es aber aus Anstand nicht“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus nach der packenden Partie.

Doch selbst bei der Eintracht bröckelt der Widerstand gegen das verpönte Wort Aufstieg. Angesichts des riesigen Vorsprungs von zwölf Punkten auf Platz drei und 15 Zählern auf Rang vier ist das kein Wunder. „Ab und zu gucke ich schon auf die Tabelle“, verriet der überragende Torjäger Domi Kumbela. Mit drei Treffern entschied der Stürmer das Montag-Spiel fast im Alleingang und ist nun mit zwölf Toren der Top-Schütze in der 2. Liga.

„Wir sollten nicht über das A-Wort reden“, meinte Mirko Boland. Der Dauerläufer erzielte das vierte Tor, das Hertha BSC nach nur zwei Tagen wieder von der Spitze holte. „Es war so schön auf Platz eins, da wollten wir unbedingt wieder hin“, erläuterte Boland die unbändige Leidenschaft der Eintracht, die den kurzfristigen Ausfall von Kapitän Dennis Kruppke und anderer Leistungsträger in bemerkenswerter Weise wegsteckte.

„Wir sind ganz schön stolz. Ich wünsche mir, dass es so weiter geht“, sagte Präsident Sebastian Ebel. Der Clubchef bedankte sich, mit blau-gelben Schal um den Hals, bei der Mannschaft, Trainer Torsten Lieberknecht und den Fans während der Pressekonferenz in einem Baucontainer für die „tolle Situation“. Das traditionsreiche Stadion an der Hamburger Straße wird umgebaut, bis zum Sommer 2013 wird nicht alles fertig sein, aus Architekten-Sicht wäre der Aufstieg ein Jahr später sicherlich besser.

„Für einen Aufstieg ist es nie zu früh, das kann man nicht planen“, betonte Manager Marc Arnold. Die Eintracht hat an 18 von 19 Spieltagen die Tabelle angeführt, dennoch warnte der Ex-Profi mit Blick auf das Ranking vor verfrühtem Jubel. „Wir lesen das zwar, können aber auch rechnen. Es gibt immerhin noch 15 Spiele“, stellte Arnold nüchtern fest. Dass die Eintracht den Vorsprung noch verspielt, scheint kaum vorstellbar.

Damit das nicht passiert, spielt der Trainer weiter den Mahner. „Wir wollten gegen Union ein Zeichen setzen, das ist uns gelungen und freut uns“, sagte Lieberknecht und fügte zugleich an: „Wir bleiben aber bei der Bodenhaftung und werden im nächsten Jahr noch mehr und noch intensiver arbeiten.“

Das sind schlechte Nachrichten für die Liga-Konkurrenten. Am 3. Januar beginnt die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil, und auch der Manager wird bis zum Wiederbeginn im Februar nicht untätig sein. „Es kommen einige Verletzte zurück. Wir haben 27 Profis im Kader. Ich schließe nicht aus, dass wir Spieler abgeben oder neue Leute holen“, erklärte Arnold.

dpa

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