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Fußball Die Wechselbilanz der Bundesliga
Sport Fußball Die Wechselbilanz der Bundesliga
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13:01 24.07.2014
Kann er Robert Lewandowski ersetzen? Ciro Immobile kam aus Turin nach Dortmund. Quelle: dpa
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Hamburg

Das legendäre Festgeldkonto ist prall gefüllt. Gut fünf Wochen vor Ende der Wechselperiode stehen dem FC Bayern München etwa 40 Millionen Euro an aktuellen Transfererlösen zur Verfügung. Weltmeister Toni Kroos spielt seine feinen Pässe künftig für Real Madrid, Mario Mandzukic soll in Spaniens Metropole für Atletico Tore schießen.

Der Königstransfer der Bundesliga? Robert Lewandowski spielt künftig für die Bayern - was auch Matthias Sammer freut.

Im Gegenzug verpflichteten die Münchner in diesem Sommer bislang für zehn Millionen Euro den Spanier Juan Bernat vom FC Valencia. Die Verfolger aus der Fußball-Bundesliga waren aktiver: Zusammen haben Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen schon mehr als 70 Millionen für Neuzugänge ausgegeben. Den eigentlichen Top-Transfer der aktuellen Wechselperiode hat der FC Bayern mit der Verpflichtung von BVB-Star Robert Lewandowski jedoch schon im Januar getätigt. Dazu wurde frühzeitig Defensivmann Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt geholt.Nachbesserungen am Kader schloss Sportvorstand Matthias Sammer nicht aus; das angebliche Bemühen um den Kolumbianer Juan Cuadrado, für den der AC Florenz 40 Millionen Euro Ablöse verlangen soll, nannte er bei "Sport1" jedoch "völligen Blödsinn".

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Vizemeister Dortmund hat seine Planungen wohl bereits abgeschlossen. Adrian Ramos und Ciro Immobile sollen im Sturm die Lücke füllen, die der Lewandowski-Abgang hinterlässt. Immobile ist mit 18,5 Millionen Ablöse der teuerste Einkauf aller Erstligisten, die insgesamt bisher mehr als 150 Millionen Euro ausgaben. In Verteidiger Matthias Ginter vom SC Freiburg holte der BVB für zehn Millionen Euro einen Hoffnungsträger für die Zukunft.

Adrian Ramos ist hier noch im Hertha-Trikot zu sehen, trägt aber bald das gelbe Shirt von Dortmund.

Trainer Jürgen Klopp dementierte Gerüchte, wonach Mats Hummels oder Marco Reus noch in diesem Sommer wechseln sollten. Bayer Leverkusen ist dank neu ausgehandelter Finanzierungsstrategie auf dem Transfermarkt investitionsfreudig. Der Werksclub erhält seine Zuwendungen von der Bayer AG seit dieser Saison drei Jahre im Voraus. Prompt verpflichteten die Leverkusener in Angreifer Josip Drmic vom 1. FC Nürnberg, dem offensivstarken brasilianischen Außenverteidiger Wendell von Gremio Porto Alegre und Hakan Calhanoglu vom Hamburger SV drei hochkarätige Neuzugänge für zusammen fast 30 Millionen Euro.

Er wollte Hamburg verlassen und konnte sich durchsetzen: Hakan Calhanoglu im Leverkusen-Trikot.

Vergleichsweise ruhig ist es dagegen bislang um den FC Schalke 04 und den VfL Wolfsburg. Die Schalker holten Eric-Maxim Choupo-Mouting vom FSV Mainz 05 ablösefrei und Sidney Sam für nur 2,5 Millionen Euro aus Leverkusen. In Wolfsburg hat Manager Klaus Allofs bislang auf hohe Ausgaben verzichtet, Aron Hunt (Bremen/ablösefrei) und Sebastian Jung (Frankfurt/3,0) waren vergleichsweise günstig. Allerdings gilt Belgiens Nationalstürmer Romelu Lukaku (FC Chelsea) als Kandidat.

Einen Belgier mit prominentem Namen hat sich auch Borussia Mönchengladbach geangelt. Vom FC Chelsea kam für 100 000 Euro auf Leihbasis der 21-Jährige Thorgan Hazard, Bruder von Superstar Eden Hazard. Die großen Fußstapfen von Torhüter Marc-André ter Stegen (zum FC Barcelona) soll der Schweizer Auswahlkeeper Yann Sommer füllen. Aus der Masse an Neuen stich noch Gonzalo Jara hervor. Der Mainzer spielte im WM-Achtelfinale Chile gegen Brasilien eine tragische Rolle: Erst schoss er ein Eigentor, dann vergab er den entscheidenden Elfmeter.

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