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Fußball Deutsche Nationalelf empfängt Malta
Sport Fußball Deutsche Nationalelf empfängt Malta
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17:53 13.05.2010
Von Stefan Knopf
Für das Benefizspiel gegen Malta hat Löw seinen Rumpfkader um fünf Profis ergänzt.
Für das Benefizspiel gegen Malta hat Löw seinen Rumpfkader um fünf Profis ergänzt. Quelle: dpa
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In den knapp vier Jahren, in denen er für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verantwortlich ist, hat sich Joachim Löw wiederholt als Meister der Improvisation bewiesen, da können den Bundestrainer die Hindernisse zum Start der WM-Vorbereitung kaum schrecken. Löw muss auf eine Reihe von Spielern verzichten: Die Profis von Werder Bremen kommen erst nach dem Pokalfinale am Wochenende, ebenso Kapitän Michael Ballack, der mit dem FC Chelsea im Endspiel des FA-Cups steht. Die Nationalspieler von Bayern München treffen sogar erst nach dem Champions-League-Finale am folgenden Wochenende ein. Trotzdem beginnt schon am Donnerstagabend mit dem Testspiel gegen Malta in Aachen (18 Uhr, live in der ARD) das WM-Casting, denn bis zum Meldeschluss am 1. Juni muss Löw aus seinem vorläufigen 27-köpfigen Kader noch vier Spieler streichen.

„Wir freuen uns, dass es für uns mit dem Spiel gegen Malta losgeht und wir aktiv in die Vorbereitung eingreifen können“, sagte Löw und wirkte trotz der zunächst angespannten personellen Lage entspannt. „Es gibt Spieler, die zu verschiedenen Zeiten und Phasen zu uns stoßen. Das macht die Gestaltung der Trainingsinhalte nicht einfach“, räumte der Bundestrainer ein, der darin aber nicht nur Nachteile sehen will.„Es ist gewährleistet, dass diese Spieler in ihren Vereinen bis zur allerletzten Minute unter Hochspannung stehen.“

Für das Benefizspiel gegen Malta, dessen Erlöse an die Egidius-Braun-Stiftung und weitere soziale Projekte fließen, unter anderem die Robert-Enke-Stiftung, hat Löw seinen Rumpfkader um fünf Profis ergänzt, von denen einer aber schon wieder absagen musste: Marco Reus fehlt wegen einer Muskelverhärtung. Kevin Großkreutz, Mats Hummels, Stefan Reinartz und Torwart Tobias Sippel können sich dagegen Hoffnungen auf ihr Debüt machen – wobei Sippel die schlechtesten Karten hat, weil Löw nach der Absage von Rene Adler eine neue Nummer 1 sucht und die Torhüter besonders beobachten wird. Den Anfang macht morgen Schalkes Manuel Neuer.

„Wir erwarten von den Spielern hundertprozentige Konzentration im mentalen Bereich, dass taktische Dinge umgesetzt werden, Aufgaben angenommen werden. Wir erwarten eine hundertprozentige Bereitschaft im körperlichen Bereich, weil bei einem Turnier jeder absolut an die Grenzen gehen muss“, umschrieb Löw seine Erwartungen. Der Test gegen Malta bildet da nur den Anfang – am Donnerstag flog die Nationalelf in das erste einwöchige Trainingslager nach Sizilien.

Die deutsche Startelf

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird das erste WM-Testspiel am Abend in Aachen gegen Malta mit dem Hamburger Länderspiel-Neuling Dennis Aogo bestreiten. Angeführt wird die DFB-Elf vom Berliner Arne Friedrich als Kapitän. Bundestrainer Joachim Löw, der auf insgesamt zwölf Akteure aus dem vorläufigen WM-Aufgebot verzichten muss, setzt auf volle Offensive mit den drei Stürmern Lukas Podolski, Stefan Kießling und Cacau.

Die deutsche Startelf: Neuer - Beck, Friedrich, Tasci, Aogo - Khedira - Trochowski, Kroos, Podolski - Cacau, Kießling.

dpa