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Fußball EM-Qualifikationsspiel nach Nürnberg verlegt
Sport Fußball EM-Qualifikationsspiel nach Nürnberg verlegt
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14:58 25.07.2014
Weil Bremen eine Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen bei Fußballspielen will, hat der DFB das Länderspiel gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg verlegt. Quelle: dpa
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Bremen

Die Bremer Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze im und um das Weserstadion zu beteiligen. Aus Sport und Politik kam anschließend heftiger Widerstand.

„Es tut uns sehr leid für die Fans in Bremen, die unsere Weltmeister gerne gesehen hätten. Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenminister-Konferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird. Diese Vereinbarung hat Bremen durch seinen Alleingang gebrochen. Natürlich sind wir offen für Gespräche, die uns wieder auf eine gemeinsame Linie bringen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

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Unter der Absage des Länderspiels gegen Gibraltar haben nach Ansicht von Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) vor allem die Fußballfans zu leiden. "Wir hätten von den beiden Fußballverbänden erwartet, dass sie mit scharfen Argumenten in die Auseinandersetzungen gehen und nicht mit fragwürdigen Strafaktionen", sagte der Politiker am Freitag. "Die Boykottaktion zielt auf den Bremer Senat, trifft aber die Fußballfreunde."

Fußball-Bundesligist Werder Bremen und der Weserstadion GmbH entsteht durch die Verlegung des Länderspiels nach Nürnberg ein finanzieller Schaden in Höhe von rund 600 000 Euro. Das bestätigte Werder-Clubchef Klaus Filbry der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. "Die Zeche zahlen wir", schimpfte Filbry an die Adresse der rot-grünen Bremer Landesregierung: "Dass das Land Bremen aus der Solidargemeinschaft der Innenminister-Konferenz ausschert, ist natürlich traurig."

sid/dpa

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