Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Fußball Bundespräsident Christian Wulff fiebert mit den DFB-Frauen
Sport Fußball Bundespräsident Christian Wulff fiebert mit den DFB-Frauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 23.06.2011
Bundespräsident Christian Wulff ist großer Fan der DFB-Frauen. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Schon vor Beginn der Frauenfußball-WM in Deutschland steht für Bundespräsident Christian Wulff fest: Es wird ein ganz besonderes Turnier. „Wenn das Wetter dann noch mitspielt, wird es ein zweites Sommermärchen“, sagte er mit Blick auf die Männer-WM 2006.

Den WM-Schirmherrn verbindet schon seit Jahren eine besondere Beziehung zum Frauenfußball. 1989 war er beim EM-Endspiel in seiner Heimatstadt Osnabrück live dabei. Mit einem klaren 4:1-Sieg gegen die Norwegerinnen holten die deutschen Frauen damals den Titel. „Da konnte man einfach sehen, die spielen nicht nur strategisch-taktisch toll, sondern sie spielen auch außergewöhnlich fair“, meinte der 52-Jährige. Und die Frauen seien noch dazu betont teamorientiert, einfach uneitel und nicht an Selbstdarstellung interessiert.

Anzeige

Besuch im Trainingslager Bitburg

Vor der anstehenden WM habe er die Nationalspielerinnen bei einem Besuch im Trainingslager in Bitburg ermuntert, mehr von sich zu erzählen. Viele Spielerinnen hätten wunderbare und spannende Geschichten zu berichten. „Die mussten sich durchsetzen - in der eigenen Familie, gegenüber ihren Brüdern.“

Der Einzug der Titelverteidigerinnen ins Endspiel werde schwer, sei aber möglich, glaubt Wulff. Harte Konkurrenz komme vor allem aus Japan, Brasilien, Skandinavien und den USA. „Manchmal habe ich den Eindruck, manche Mannschaft hat auch ein bisschen geblufft in den Vorbereitungsspielen.“

Als WM-Schirmherr seien in jedem Fall Eröffnungsspiel und Finale fest gebucht: „Dann schauen wir mal, ob weitere Spiele möglich sind.“ Am liebsten würde er am Ende dem Team um Bundestrainerin Silvia Neid zum WM-Titel gratulieren.

Wulffs größter Traum

Wulffs Fußball-Idol ist bei aller Begeisterung für die DFB-Kickerinnen männlich: „Ich bin großer Günter Netzer-Fan.“ In Erinnerung geblieben ist ihm besonders das DFB-Pokal-Endspiel 1973, Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln. „Eines der genialsten Fußballspiele, die ich je erlebt habe, als sich Günter Netzer quasi selbst eingewechselt hat, den Ball genommen und oben links in die Ecke gehauen hat. Das sind Momente, die vergisst man sein Leben nicht.“

Der große Traum von Wulff ist es, einmal das „Aktuelle Sportstudio“ zu moderieren. „Davon träumt jeder Fußballfan in Deutschland. Ich kenne keinen, der nicht sagen würde: Das mal moderieren ... - gigantisch.“

jhe/dpa

Mehr zum Thema

Silvia Neid bleibt bis 2016 Bundestrainerin der Frauenfußball-Nationalmannschaft. Der Vertrag der 47-Jährigen wurde vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fünf Tage vor dem WM- Eröffnungsspiel des Titelverteidigers in Berlin gegen Kanada mit.

21.06.2011

„Sommermärchen reloaded“ heißt der Slogan des Deutschen Fußball-Bundes. Und auch die Facebook-Seite der Nationalmannschaft, auf der die Fußballfrauen ihren Weg zur Weltmeisterschaft notieren, trägt diesen Titel.

Tatjana Riegler 21.06.2011

Für Einige ist sie „Frau Neid“, die Älteren nennen sie „Silv“. Die zwei Generationen im Frauen-Nationalteam zeigen sich nicht nur in der Anrede der Trainerin. Die Integration der Jungen klappt dennoch immer wieder problemlos - einzig die DJ-Frage muss noch geklärt werden.

19.06.2011