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Fußball Bruno Labbadia bekommt Rückendeckung
Sport Fußball Bruno Labbadia bekommt Rückendeckung
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18:04 09.10.2012
Nach seiner Wutrede verteidigen immer mehr Trainer die Aussagen von Bruno Labbadia. Quelle: dpa
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Stuttgart

Nach seiner Wutrede hat Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia Rückendeckung aus der Fußball-Bundesliga erhalten. „Bruno Labbadia hat mit seinen Aussagen recht, das unterstützen alle Trainer“, sagte der Coach von Werder Bremen, Thomas Schaaf, am Dienstag. „Natürlich ist es bei jedem individuell, aber die Kernaussagen sind richtig.“ Zuvor hatte bereits Wolfsburgs Trainer Felix Magath den VfB-Coach gestärkt und gesagt: „Es wird wirklich respektlos mit den Trainern umgegangen.“

Rückendeckung erhielt Labbadia auch aus dem eigenen Verein. „Ich kann den emotionalen Ausbruch unseres Trainers absolut nachvollziehen und bin inhaltlich und in der Sache völlig bei ihm“, ließ sich Präsident Gerd Mäuser in mehreren Medien zitieren. Nur die Wortwahl in der hinteren Passage hätte er sich anders gewünscht. Damit meinte er Labbadias deftigen Ausspruch „am Arsch geleckt“.

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Mittelfeldspieler Christian Gentner zeigte ebenfalls Verständnis für die Wutrede. „Irgendwo hat sich da was angestaut“, sagte der 27 Jahre alte Mannschaftsrat dem TV-Sender Sky. „Da kann man sich schon mal so äußern.“ Für die Mannschaft sei die Brandrede kein Thema, betonte er am Dienstag im Anschluss an das erste VfB-Training nach dem Eklat.

Der fast schon traditionell schwache Saisonstart macht Gentner ratlos. „Das ist ein Phänomen. Dafür habe ich keine wirkliche Erklärung“, sagte er. Der Bundesliga-15. müsse nun schnell Erfolge feiern. „Auf die Rückrunde dürfen wir uns nicht verlassen.“ Zuvor hatte schon VfB-Sportdirektor Fredi Bobic den Ausbruch Labbadias verteidigt: „Das ist das gute Recht des Trainers, das zu äußern. Ein Mensch hat auch mal das Recht, aufbrausend zu sein.“

Labbadia hatte nach dem 2:2 am Sonntag gegen Bayer Leverkusen mit seinen Aussagen für Aufsehen gesorgt. „Es kann nicht sein, dass hier der Trainer immer wie ein Depp hingestellt wird. Die Trainer sind nicht die Mülleimer für andere Menschen“, hatte er geschimpft.

dpa

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