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Fußball Bittere 4:0-Packung für Weltmeister Spanien
Sport Fußball Bittere 4:0-Packung für Weltmeister Spanien
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07:33 18.11.2010
Portugals Spieler freuen sich über den starken Auftritt beim 4:0 gegen Spanien.
Portugals Spieler freuen sich über den starken Auftritt beim 4:0 gegen Spanien. Quelle: dpa
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Portugal blamiert Spanien, Messi glänzt gegen Brasilien und Frankreich gewinnt das Duell der WM-Versager. Durch das 2:1 (1:0) im Fußball-Mutterland England sorgte die bei der Weltmeisterschaft in Südafrika peinlich in der Vorrunde gescheiterte „Equipe Tricolore“ am Mittwoch wenigstens für einen versöhnlichen Abschluss eines enttäuschenden Fußball-Jahres. Karim Benzema (16.) und Mathieu Valbuena (55.) trafen für Frankreich, das ohne Bayern- Star Franck Ribéry spielte. Für die Engländer, die im WM-Achtelfinale an Deutschland gescheitert waren, änderte auch der späte Ehrentreffer von Peter Crouch (86.) nichts am verpatzten Jahresabschluss.

Jubeln durfte Lionel Messi: Mit einem Last-Minute-Tor sorgte der Weltfußballer höchstpersönlich für seinen ersten Erfolg mit Argentiniens Fußball-A-Nationalelf gegen Brasilien. Dank seines Treffers (90.+1 Minute) gewannen die „Gauchos“ in Doha/Katar das Freundschaftsspiel gegen den Erzrivalen mit 1:0. Bisher hatte Messi, der nach schönem Solo per Flachschuss traf, nur mit dem Olympia-Team 2008 in Peking die Brasilianer besiegen konnte.

Portugal revanchierte sich erfolgreich für das Aus im WM- Achtelfinale gegen Spanien und fügte dem Weltmeister eine empfindliche Niederlage zu. Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo gewann das „iberische Bruderduell“ in Lissabon deutlich mit 4:0 (1:0). Für Portugal stellten Carlos Martins (45. Minute), Hélder Postiga (49./68) und Werder Bremens Hugo Almeida (90.+3) den verdienten Erfolg sicher.

Die erste Niederlage im dritten Spiel als Coach der bulgarischen Nationalelf musste Lothar Matthäus hinnehmen. Das Team des deutschen Rekord-Nationalspielers unterlag in Sofia Serbien 0:1. Nikola Zigic (80.) erzielte das entscheidende Tor für den Balkan-Rivalen. In den ersten beiden Spielen unter Matthäus’ Regie hatten die Bulgaren gegen Wales (1:0) und Saudi-Arabien (2:0) zwei Zu-Null-Siege eingefahren.

Derweil haben Deutschlands EM-Qualifikationsgegner unterschiedlich abgeschnitten. Die Türkei verlor bei Vize-Weltmeister Niederlande 0:1, bei dem erneut Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (52.) für den Sieg verantwortlich war. HSV-Profi Joris Mathijsen musste verletzt vom Feld. Österreich unterlag Griechenland 1:2. Das Tor des Mainzers Christian Fuchs (67.) reichte nicht, für die Hellenen trafen Georgios Samas (49.) und Giorgios Fotakis (81.). Belgien siegte in Russland überraschend 2:0. Der 17-jährige Romelu Lukaku (2./73.) traf doppelt für die Belgier, in deren Elf in Daniel van Buyten (Bayern München) und Timmy Simons (1. FC Nürnberg) zwei Bundesliga-Profis standen.

Auch weitere im deutschen Fußball-Oberhaus beschäftigte Akteure waren für ihre Länder erfolgreich. Der Dortmunder Robert Lewandowski (19./80.) war bei Polens 3:1 über die Elfenbeinküste mit zwei Toren der Matchwinner. Auch der Ex-Dortmunder Alexander Frei (40./62.) traf beim 2:2 gegen die Ukraine zweimal für die von Ottmar Hitzfeld betreute Schweiz, für die er möglicherweise sein letztes Heimspiel bestritt. Der Stuttgarter Ciprian Marica (34.) erzielte beim 1:1 gegen Italien sogar beide Treffer; sein Eigentor (82.) sorgte für einen halbwegs manierlichen Jahresabschluss beim Ex-Weltmeister.

In dieser Partie wurde Mario Balotelli Zielscheibe der eigenen Fans. Von rund 100 rechtsgerichteten Italienern gab es Buhrufe und rassistische Sprechchöre gegen den gebürtigen Ghanaer. Er war auch schon in seiner Zeit bei Inter Mailand öfter rassistisch beschimpft worden. Die italienischen Fans buhten auch den gebürtigen Argentinier Cristian Ledesma bei seinem Debüt für den Weltmeister von 2006 aus.

dpa