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Fußball Bayern stehen vor 150. Champions-League-Spiel
Sport Fußball Bayern stehen vor 150. Champions-League-Spiel
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16:01 13.09.2011
Ob für Torjäger Mario Gomez oder Trainer Jupp Heynckes: Das Finale am 19. Mai 2012 in München ist „Ansporn“. Quelle: dpa
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Valencia/Villarreal

Mit viel Selbstvertrauen zum Europa-Jubiläum - und das Heim-Finale soll Extra-Ansporn sein: Nach der Machtdemonstration in der Fußball-Bundesliga will der FC Bayern auch in der Champions League seine wiedergewonnene Stärke ausspielen. 248 Tage vor dem Endspiel in der Allianz Arena sind die Bayern um Trainer Jupp Heynckes und Torgarant Mario Gomez zwar voll auf den Auftakt in der Gruppenphase an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sat.1 und Sky) beim FC Villarreal fokussiert - aber im Hinterkopf ist auch der 19. Mai 2012.

„Wir haben ein großes Ziel. Das ist das Finale in München. Vielleicht ist es möglich dahin zu kommen“, meinte Dauertorjäger Gomez, dessen erste Pressekonferenz-Aussagen in Valencia von einem Franck-Ribéry-Ruf („Gooooomez“) auf dem Flur begleitet wurden. Die Laune ist gut, die Form stimmt - und der Schwung aus der Liga (16:1 Tore, Platz eins) soll für einen erfolgreichen Start in Europa sorgen. „Wir wollen den guten Lauf mitnehmen“, sagte Gomez. Mit der „Todesgruppe“ (Gomez) soll die Königsklassen-Saison nicht zu Ende sein.

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Jeder im Bayern-Tross aber ist sich vor der Partie bewusst, dass es gegen Villarreal härter als beim locker-fröhlichen 7:0 gegen Freiburg werden wird. „Internationale Spiele sind nicht vergleichbar mit der Liga“, betonte Trainer Jupp Heynckes, der das Endspiel in München ebenfalls als „Anschub“ betrachtet. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge warnte indes eindringlich davor, „dass aus solchen Träumen keine Alpträume werden.“ Erst einmal müsse die Gruppenphase überstanden werden. „Wir wollen ins Achtelfinale und deshalb müssen wir direkt loslegen und konzentriert spielen, damit uns da kein Missgeschick passiert.“

Dafür will auch Manuel Neuer („Ich denke, ich werde nicht arbeitslos bleiben“) nach 568 Minuten ohne Gegentor sorgen, der wie alle Spieler „heiß“ auf das Königsklassen-Spiel war. „Unaufgeregt“ blickt dagegen Heynckes der Rückkehr auf die Champions-League-Bühne entgegen. Abgesehen von den Playoffs darf der 66-Jährige erstmals seit seinem Champions-League-Sieg 1998 mit Real Madrid wieder Königsklassen-Flair auf der Trainerbank genießen.

"Der leichtere Schalter"

Erwartungsgemäß ohne Arjen Robben (Schambeinentzündung) hob der Sonderflieger LH 2570 am Dienstag zum 150. Champions-League-Spiel und dem 250. insgesamt im Meistercup nach Valencia ab, wo die Münchner eine knappe Auto-Stunde entfernt von Villarreal logieren. Bei herrlicher Fernsicht konnte das Team um Gomez, Geburtstagskind Thomas Müller & Co. auf dem Flug einen Teil Europas ins Visier nehmen - bei der ersten Station im Land des Welt- und Europameisters soll die schwarze Serie in Spanien beendet werden. Seit 2001 bei Real Madrid haben die Münchner dort nicht mehr gewonnen. „Diese Statistik gilt es zu widerlegen“, sagte Rummenigge vor dem Start in die schwere Gruppe mit Villarreal, dem SSC Neapel und Manchester City.

Gerade die Reise nach Spanien rief bei Rummenigge jedoch auch Respekt hervor. „Sicherlich sind Barcelona und Real Madrid höher zu bewerten als Villarreal. Aber der spanische Fußball insgesamt ist im Moment das beste, was Europa zu bieten hat“, mahnte der Vorstandschef. Rummenigge erwartet gegen das Team mit dem Spitznamen „Gelbes U-Boot“ nicht zwingend einen Sieg. Schon ein Punkt sei eine gute Basis.

Müller peilt beim heimstarken Tabellen-17. in Spanien, der gegen den FC Barcelona (0:5) und FC Sevilla (2:2) ein herausforderndes Auftaktprogramm in die Saison erwischte, indes selbstbewusst den nächsten Sieg an. „Wir sind gefestigt, ich bin guter Dinge. Natürlich muss man einen Schalter umlegen, aber das ist der leichtere Schalter“, sagte der Offensivmann, der am Dienstag 22 Jahre alt wurde.

dpa