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Fußball Bayern-Frauen bejubeln ersten Cup-Erfolg
Sport Fußball Bayern-Frauen bejubeln ersten Cup-Erfolg
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17:53 12.05.2012
Die Fußballerinnen von Bayern München haben den ersten DFB-Pokalsieg ihrer Clubgeschichte perfekt gemacht. Quelle: dpa
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Köln

Fünf Tage vor dem Champions-League-Finale in München gegen Olympique Lyon enttäuschte der mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte Favorit und verpasste vor 15 678 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion seinen neunten Cup-Erfolg. Das junge Team von Trainer Thomas Wörle bejubelte hingegen im 32. Pokalfinale der Frauen den ersten Triumph nach zwei vergeblichen Anläufen 1988 und 1990 ausgelassen und freute sich über eine DFB-Prämie von 60.000 Euro.

Der Außenseiter aus München erwischte auch ohne die Langzeitverletzten Petra Wimbersky und Julia Simic (beide Kreuzbandriss) den besseren Start und drängte die Hessinnen in die Defensive. Folgerichtig hatten die Bayerinnen durch die US-Spielerinnen Sarah Hagen (3.), deren Kopfball nach einer Ecke von Katharina Baunach knapp das Tor verfehlte, und Nicole Cross (15.) die besseren Chancen. Ein Schuss von Cross konnte von FFC-Abwehrspielerin Gina Lewandowski in höchster Not kurz vor der Linie abgewehrt werden.

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Mit zunehmender Spieldauer bekam der achtmalige Rekord-Pokalsieger die Partie etwas besser in den Griff. Mit Svenja Huths Schuss (19.) hatte Bayern-Keeperin Kathrin Längert noch keine Probleme. Dann aber musste sich die Nationaltorhüterin aber mächtig strecken, als Melanie Behringer (26.) einen Freistoß aus gut 20 Metern vom Strafraumeck abfeuerte.

Die gerade erst von einem Muskelfaserriss genesene Fatmire Bajramaj rückte bei Frankfurt überraschend in die Startelf. Allerdings ging von der DFB-Angreiferin in der Sturmmitte überhaupt keine Gefahr aus, zumal sie kaum verwertbare Bälle bekam. Im Spielaufbau taten sich die favorisierten Hessinnen fünf Tage vor dem Endspiel in der „Königsklasse“ gegen Lyon sehr schwer, auch weil Spielmacherin Dzsenifer Marozsan sich oft tief ins Mittelfeld zurückfallen ließ. In der 40. Minute erlöste Trainer Sven Kahlert die indisponierte Bajramaj, die sich zudem eneut am Sprunggelenk verletzte und am Donnerstag gegen Lyon auszufallen droht.

Mit der für Bajramaj eingewechselten Schweizer Nationalstürmerin Ana-Maria Crnogorcevic kam mehr Schwung in die FFC-Offensivaktionen, ohne dass etwas Zählbares dabei heraussprang. Sandra Smiseks (50.) abgefälschten Schuss parierte Längert. Als Frankfurt das Spiel einigermaßen zu kontrollieren schien, schlug Hagen zu. Nach einer Baunach-Ecke stieg die US-Stümerin höher als die gesamte FFC-Abwehr und sorgte per Kopf für die Entscheidung. Zwar bemühte sich Frankfurt noch um den Ausgleich, doch am Ende brachten die tapfer kämpfenden Bayerinnen den knappen Erfolg über die Zeit. 

dpa