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Fußball BVB holt Lewandowski-Ersatz
Sport Fußball BVB holt Lewandowski-Ersatz
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16:47 03.07.2013
Demnächst in Schwarz-Gelb: Pierre-Emerick Aubameyang wechselt zu Borussia Dortmund. Quelle: dpa
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Dortmund

Das Gerede über einen bedenklichen Transferstau hat ein Ende. Pünktlich zum Trainingsauftakt am Mittwoch wurde Borussia Dortmund nach wochenlanger Suche doch noch fündig. Nur Details trennen den Fußball-Bundesligisten von einer Einigung mit dem gabunischen Nationalspieler Pierre-Emerick Aubameyang vom französischen Erstligisten AS Saint-Etienne. "Ich würde die Schlagzeile, dass er im Anflug ist, nicht dementieren. Aber wir vermelden erst Vollzug, wenn alles perfekt ist", sagte Sportdirektor Michael Zorc am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Dem Vernehmen nach soll der 24 Jahre alte Torjäger einen Vertrag bis 2018 erhalten und rund 13 Millionen Euro kosten. Er wäre nach dem ehemaligen Bremer Sokratis der zweite namhafte BVB-Neuzugang. Zorc schätzt die Vielseitigkeit von Aubameyang, der auf mehreren Offensivpositionen einsetzbar ist und auch schon auf dem Wunschzettel von Bayer Leverkusen gestanden haben soll. Mit 19 Treffern belegte er in der französischen Torjägerliste Rang zwei hinter Superstar Zlatan Ibrahimovic (Paris St. Germain).

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Der beim AC Mailand ausgebildete Aubameyang kann beim Champions-League-Finalisten als Vertreter für Robert Lewandowski oder als Flügelspieler eingesetzt werden. Nach mehreren Stationen als Leihspieler (Dijon, Lille, Monaco) wechselte er im Winter 2011 für 1,8 Millionen Euro nach Saint-Etienne. Starke Leistungen beim Afrika-Cup 2012 steigerten seinen Marktwert beträchtlich. Der vermeintliche Neuzugang gilt als einer der schnellsten Profis der League 1 mit einem ausgeprägten Hang zur Exzentrik.

Torjubel mit Spidermann-Maske

Aufsehen erregte Aubameyang im vorigen Oktober, als er sein Tor gegen Rennes mit einer Spiderman-Maske feierte. Der BVB-Kader, der am Mittwoch als letzter Bundesligist die Vorbereitung für die neue Saison aufnahm und in das Trainingslager nach Kirchberg (Österreich) aufbrach, soll weiter verstärkt werden. Geschäftsführer Watzke hatte Investitionen mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 50 Millionen Euro angekündigt. "Unabhängig von Aubameyang werden wir weitere Spieler verpflichten", kommentierte Zorc.

Als vermeintlicher Nachfolger für den zum FC Bayern abgewanderten Mario Götze wird vor allem Henrich Mchitarjan gehandelt. Für den Spielmacher vom einstigen Dortmunder Champions-League-Gegner Schachtjor Donezk soll der BVB laut ukrainischen Medienberichten 23 Millionen Euro geboten haben. Ungeachtet des Trainingsstarts sieht Zorc keinen Grund zur Eile: "Qualität geht vor Schnelligkeit."

dpa

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