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10:35 19.09.2020
Damit der Pflaumenkuchen nicht durchweicht, sollten Zwetschgen statt Pflaumen verwendet werden. Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn
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Bielefeld

Im Spätsommer macht er Kuchenliebhaber selig: der Pflaumenkuchen. “Prummetaat” nennen ihn die Rheinländer, in Süddeutschland heißt er “Zwetschgendatschi”. Wobei es aber auch beim Pflaumenkuchen möglichst Zwetschgen sein sollten, die auf dem Teigboden landen.

Zwetschge oder Pflaume? Was ist überhaupt der Unterschied? Wir erklären’s hier.

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Zwetschgen eignen sich besser zum Backen als Pflaumen

Der Grund: Zwetschgen haben im Gegensatz zu Pflaumen einen geringeren Wassergehalt. “Daher sind sie ideal zum Backen, denn sie durchnässen den Boden nicht so stark wie Pflaumen”, sagt der Konditormeister Gerhard Schenk. Er ist Präsident des Deutschen Konditorenbundes.

Von zu reifen Früchten rät er ab. “Viele scheuen sich davor, Zwetschgen zu verwenden, die außen noch ein bisschen grün aussehen.” Doch gerade die unreif aussehenden Früchte sind es, die beim Backen ein tolles Aroma entwickeln.

Zwetschgenkuchen: Welcher Teig eignet sich am besten?

Wichtig ist der Teig: Mürbeteig schmeckt vielen gut, aber er weicht schnell auf. “Ideal ist ein Hefeteig”, findet Kochbuchautorin Christa Schmedes. Wenn es schnell gehen muss, kann man aber auch einen Quark-Öl-Teig zubereiten. “Eine andere Alternative ist ein Rührteig, in den die Früchte beim Backen schön einsinken”, sagt Jens Behrend von der Dr.-Oetker-Versuchsküche in Bielefeld.

Die Zwetschgen oder Pflaumen vor dem Backen zuckern oder nicht? Schmedes rät davon ab: “Der Zucker entzieht den Früchten Flüssigkeit.” Damit der Boden beim Backen nicht durchweicht, kann man auf den Teigboden Semmelbrösel streuen. “Wenn sie kurz in der Pfanne mit gemahlenen Haselnüssen angeröstet werden, schmeckt das besonders gut.”

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Einfaches Rezept für Zwetschgenkuchen

Ein Rezept für einen Zwetschgendatschi mit Nussbröseln hat Schmedes: Einen Hefeteig aus 350 Gramm Weizenmehl Typ 405, 20 Gramm frischer Hefe, 125 Milliliter Milch, 50 Gramm Zucker, einer Prise Salz, einem halben Teelöffel abgeriebener Biozitronenschale, einem Ei mittlerer Größe sowie 50 Gramm zerlassener Butter kneten. Den Teig an einem warmen Ort 30 Minuten lang gehen lassen.

In der Zwischenzeit zwei Kilogramm Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Je 50 Gramm Semmelbrösel und gemahlene Haselnüsse mit einem Esslöffel Puderzucker sowie einem halben Teelöffel Zimt mischen und in einer Pfanne goldbraun anrösten. Anschließend abkühlen lassen.

Jetzt ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche in Größe des Blechs ausrollen und auf das Blech legen. Die geröstete Bröselmischung auf den Teig streuen und die Zwetschgen dachziegelartig überlappend darauf verteilen. Den Kuchen abgedeckt zehn Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Kuchen im Ofen (unten) 30 bis 35 Minuten backen. Herausnehmen, mit Zucker bestreuen und auf dem Blech auskühlen lassen.

Rezept für versunkenen Mini-Pflaumenkuchen

Ein Rezept für einen versunkenen Mini-Pflaumenkuchen hat Behrend: Einen Rührteig aus 40 Gramm weicher Butter oder Margarine, 30 Gramm Zucker, einem Päckchen Vanillezucker, einer Prise Salz, einem Ei mittlerer Größe, 65 Gramm Weizenmehl und einem halben gestrichenen Teelöffel Backpulver zubereiten. Diesen Teig in eine Springform von 18 Zentimeter Durchmesser füllen.

Darauf 250 Gramm gewaschene, halbierte und entsteinte Pflaumen oder Zwetschgen geben und die Früchte etwas eindrücken. Nach Belieben mit gehobelten Mandeln bestreuen. Form auf den Rost in den Backofen schieben (mittlere Einschubleiste) und bei etwa 180 Grad etwa 25 Minuten backen. Nach dem Backen einen Esslöffel Zimt-Zucker über den Kuchen streuen.

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Literatur: “Die GU Backbibel – Göttliche Rezepte von klassisch bis modern”, Gräfe und Unzer, 400 S., Euro 39,00, ISBN-13: 9783833857195.

RND/dpa

Der Artikel "Zwetschgenkuchen backen: Darauf kommt es an" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.