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Wissen Zehntausende Kraniche rasten auf dem Weg gen Süden in Deutschland
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17:30 20.10.2019
Graukraniche auf einem Feld nahe der Gemeinde Kuhhorst in Brandenburg. Quelle: Soeren Stache/zb/dpa
Linum

Eine Woche davor seien es auf den beiden Rastplätzen Rhinluch und dem Havelländischen Luch sogar mehr als 61.000 Vögel gewesen. Der Kranichbestand sei stabil, sagte Hühn. Die Kraniche siedeln sich nach Aussage der Expertin auch wegen der Weite der Landschaft gern in Brandenburg an. So hätten sie freie Sicht auf Feinde. Zudem suchten sich die Vögel bevorzugt Schlafgewässer, die etwa 30 Zentimeter tief sind. Dort brüteten sie auch. Brandenburg biete dafür genügend sumpfige Moor- oder Auenlandschaften, erklärte Hühn. Wegen der großen Trockenheit 2018 und 2019 sei die Jungaufzucht für die Kraniche eher problematisch gewesen. Es gab weniger feuchte Brutplätze und auch weniger Insekten als Nahrung.

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Hühn wies daraufhin, sich vor Kranich-Beobachtungen über die Vögel ausreichend zu informieren. "Der Kranich hat am meisten Angst vor Menschen", betonte die Expertin. Er sei eher scheu. Zu den Vögeln sollte deshalb eher Abstand gehalten werden. Für Neugierige empfahl sie professionelle Kranich-Führungen, die angeboten würden. Die Graukraniche sind nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) die einzige Kranichart, die in Europa vorkommt. Zwischen Mitte September bis Anfang November rasten die Vögel auf dem Weg in den Süden in Naturschutzstationen nordwestlich von Berlin.

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Zuvor sind sie auch in Niedersachsen in der Diepholzer Moorniederung und in Mecklenburg-Vorpommern am Günzer See anzutreffen. Die Zugvögel sorgen jedes Jahr bei Hobby-Ornithologen für einen regelrechten Kranich-Tourismus.

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RND/dpa

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