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12:17 22.01.2019
In der kalten Jahreszeit brauchen Körper und Seele Entspannung. Quelle: unsplash
Hannover

Wer den Stress des Alltags hinter sich lassen und die Haut im Winter verwöhnen möchte, kann viel Geld in einem Luxus-Spa ausgeben. Oder einfach zu Hause bleiben. Denn mit ein paar Kniffen entspannt es sich auch dort sehr gut – preiswert und mit wenig Aufwand. Gerade in der kalten Jahreszeit, in der man ungern vor die Türe geht, ist das eine gute Alternative.

Verwöhnende Gesichtsbehandlung für trockene Haut

Eine Wellnessanwendung im Gesicht beginnt mit einem Dampfbad. „Dazu gibt man einfach ein paar Tropfen Lavendelöl in eine Schüssel mit heißem Wasser und bedampft das Gesicht“, sagt Anita Bechloch, Autorin von „The Glow – Naturkosmetik selber machen“. Nach der Reinigung empfiehlt die Expertin eine selbst gemachte Maske. „Am liebsten mag ich eine ganze einfache Mischung aus einem Esslöffel gutem Bionaturjoghurt, einem Teelöffel Honig und einem Spritzer Zitrone“, sagt sie. Diese Kombination versorge vor allem trockene Haut mit Feuchtigkeit, sie lasse den Teint strahlen und kläre das Hautbild.

Wohltuendes Bad: Entspannung für Körper und Geist

Wer eine Badewanne hat, kann den Zusatz selbst herstellen. „Ich mag dafür ein selbst gemachtes Badesalz aus Meersalz und Epsomsalz. Das ist Bittersalz, das es in jeder Apotheke zu kaufen gibt“, sagt die Naturkosmetikexpertin Anita Bechloch. „Es enthält sehr viel Magnesium, das gut über die Haut aufgenommen wird und somit enorm zur Entspannung beiträgt.“ Verstärken lasse sich dieser Effekt durch die ätherischen Öle Lavendel, Kamille, Rose, Mandarine und Geranium. Wer keine Wanne hat, kann auch nur ein paar Tropfen der ätherischen Öle in die Duschkabine träufeln, rät Bechloch: „Der Duft verteilt sich dann im Dampf und hat genau die gleiche Wirkung wie bei einem Bad.“

Mit Massage den Stress bekämpfen

Vielen Menschen sitzt der Stress im Nacken. Dort lässt er sich mit dem richtigen Handgriff etwas wegmassieren. „Dafür verschränkt man die Finger beider Hände hinter dem eigenen Kopf, lehnt sich bequem zurück und massiert mit den Daumen die beiden Muskelstränge, die links und rechts der Wirbelsäule verlaufen“, erklärt Lutz Hertel, Vorsitzender des Deutschen Wellness Verbands. Wer dem Partner etwas Gutes tun möchte, kann eine Fußmassage anbieten. „Dabei macht man ebenfalls mit dem Daumen streichende und kleine kreisende Bewegungen auf den Fußsohlen – ein Fuß nach dem anderen.“

Ungestörte Ruhe: Gar nichts tun ist wirksam

Egal, ob Bad, Massage oder Tee auf dem Sofa – Voraussetzung für die Entspannung ist der entsprechende Freiraum. Wer ständig Nachrichten auf dem Smartphone liest, schaltet kaum ab. „Der Flugmodus funktioniert auch in der Wohnung – meiner Meinung nach die wichtigste Funktion an diesen Geräten“, sagt Entspannungscoach Rico Schulz. Um in der Zeit richtig abzuschalten, muss man nicht unbedingt Peelings anrühren oder einer gezielten Aktivität nachgehen. „Gar nichts tun kann auch sehr wirksam entspannen“, sagt Wellnessexperte Lutz Hertel. Sein Tipp für die beste Entspannung: acht Stunden Schlaf.

Bewegung ist ein „Stresskiller“

Mal abgesehen von ausreichend Schlaf muss man zum Abschalten nicht unbedingt still auf einem Kissen sitzen oder in der Badewanne liegen: „Bewegung ist der wichtigste „Stresskiller“ überhaupt“, sagt Lutz Hertel. „Im Laufe des Tages summieren sich auch kleinste Aufreger und Ärgernisse zu körperlichen Stressreaktionen.“ Der beste Weg, um diese negative Energie abzubauen, sei Ausdauerbewegung – zum Beispiel laufen, radfahren oder schwimmen.

Gemütliches Umfeld schafft Entspannung

Wellness- und Entspannungsgefühle können sich auch außerhalb des Badezimmers einstellen. „Ein guter Ratgeber ist die aus unserem Nachbarland Dänemark stammende Hygge-Kultur“, sagt Lutz Hertel. Die Dänen seien gern zu Hause und gestalten ihr Heim entsprechend kuschelig. Dafür könnten viele Kissen, flauschige Decken, warme Farben und Kerzenlicht sorgen – dazu eine große Tasse Tee oder Milchkaffee und schöne Musik. „Es ist gar nicht so schwierig und auf jeden Fall nicht teuer“, meint Hertel.

Passende Meditation: Ort schaffen und abschalten

Mit einer Meditation geht die Entspannung noch tiefer. Dafür gibt es aber kein Patentrezept. „Geeignet ist das, was wirkt – und das kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein“, sagt der Berliner Yogalehrer und Entspannungscoach Rico Schulz. Er rät dazu, verschiedene Methoden auszuprobieren. Hilfreich sei es, einen Ort zu schaffen, der ausschließlich zum Meditieren und Entspannen genutzt wird – ein Sessel etwa oder die Yogamatte vor dem Fenster. Auch ein Ritual zu Beginn ist sinnvoll: „Zum Beispiel, indem man den Übergang in die Entspannung immer mit einem bestimmten Tee, einem Duft, bestimmter Kleidung oder Musik einläutet.“

Reinigendes Körperpeeling für gesunde Haut

Auch ein Peeling für den Körper ist schnell selbst gemacht. „Ich nehme dafür einfach feines Meersalz und verrühre es mit etwas gutem Basisöl“, sagt Anita Bechloch. Geeignet sind dazu etwa Kokosöl, Mandel- oder Macadamiaöl, Oliven- oder Sonnenblumenöl. „Man sollte nur darauf achten, dass es eine sehr gute Qualität hat“, sagt Bechloch. Wichtig beim Anrühren: „Das Salz sollte nicht im Öl schwimmen, aber auch nicht zu trocken und bröselig sein.“ Die Konsistenz von nassem Sand sei genau richtig.

Von RND

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