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Wissen WWF warnt vor unbemerktem Aussterben seltener Delfinarten
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08:58 24.06.2009
Irrawaddy-Delfine sind vom Aussterben bedroht. Quelle: David Dove/afp

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die IWC-Vertragsstaaten sich dem Überleben aller Walarten, egal ob groß oder klein, annehmen“, forderte WWF-Experte Volker Homes am Mittwoch. Er kritisierte, dass sich auf der seit Montag laufenden IWC-Tagung einige Pro-Walfangstaaten, allen voran Japan, weigerten, wissenschaftliche Untersuchungen und effektive Schutzmaßnahmen für Kleinwale zu thematisieren.

Während Großwale durch internationale Abkommen und einen Fangstopp „halbwegs geschützt“ seien, gehe die Jagd auf kleinere Arten „ungebremst“ weiter, erklärte der WWF mit Verweis auf seinen neuen Report „Die vergessenen Wale“. Demnach erlegen allein die japanischen Walfänger jährlich rund 16.000 Dall-Hafenschweinswale. Zudem verendet laut WWF alle zwei Minuten ein Delfin oder Tümmler als Beifang in Fischernetzen.

Zu den bedrohtesten Säugetierarten überhaupt zählt dem WWF-Report zufolge der kalifornische Schweinswal Vaquita. Von ihm soll es lediglich noch 150 Exemplare in einem kleinen Gebiet im Golf von Kalifornien geben. Effektive Schutzmaßnahmen seien bisher an Widerständen der Fischereiindustrie gescheitert. Ähnlich dramatisch steht es demnach um den Irawadi-Flussdelfin im Mekong, von dem es nur noch etwa 75 Exemplare geben soll. Auch der Gewöhnliche Schweinswal vor Deutschlands Küsten gilt als „gefährdet“. So soll es laut WWF in der Ostsee nur noch 600 Tiere geben.

afp

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