Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Schlangenbisse töten jährlich bis zu 138.000 Menschen
Mehr Welt Wissen Schlangenbisse töten jährlich bis zu 138.000 Menschen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:39 07.05.2019
Eine giftige Mangroven-Nachtbaumnatter in einer Schlangenfarm in Bangkok. Ein Biss dieser Art könnte, im schlimmsten Fall, tödlich enden. Quelle: Diego Azubel/EPA/dpa
Anzeige
Genf

Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Jeden Tag werden fast 7400 Menschen von giftigen Schlangen gebissen, 2,7 Millionen Menschen im Jahr. Das Gift kann nicht nur entsetzliche Schmerzen auslösen, und bleibende Schäden hinterlassen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bis zu 138.000 Menschen sterben weltweit nach dem Biss von Giftschlangen, und 400.000 Menschen behalten bleibende Schäden, darunter Blindheit, Amputationen oder eine posttraumatische Belastungsstörung.

Die WHO hat jetzt eine Strategie erarbeitet, um die Todeszahlen bis 2030 zu halbieren. Sie soll auf der Weltgesundheitsversammlung vom 20. bis 28 Mai in Genf verabschiedet werden. Gut 82 Millionen Dollar (73 Millionen Euro) sind nach ihren Berechnungen dafür nötig.

Anzeige

Lesen Sie auch:
Ghana setzt Drohnen für Transport von Medizin ein

Menschen in gefährdeten Gebieten informieren

Kinder können auf dem Schulweg gebissen werden, Bauern auf dem Feld oder Frauen auf dem Gang zur Toilette. „Ein falscher Tritt kann tödlich sein“, so die WHO. Sie will die Menschen in gefährdeten Gebieten jetzt besser informieren. Wo möglich, könne das Tragen von Schuhen Schlangenbisse verhindern. Weil Menschen vielerorts danach traditionelle Heiler aufsuchen, sollen diese geschult werden und die Patienten bei alarmierenden Symptomen in Kliniken schicken. In Dörfern sollen Ersthelfer ausgebildet und Erste-Hilfe-Medikamente zur Verfügung stehen. Die WHO will auch die bislang völlig unzureichende Produktion von Gegengift fördern.

Sieben Schlangen-Arten in Deutschland

Schlangen sind in Deutschland sehr selten geworden. Von den weltweit bisher 3000 entdeckten Arten, leben nur sieben von ihnen in Deutschland. Dazu zählen fünf zur Familie der Nattern (Colubridae) und zwei zu den Vipern (Viperidea). Wer eine Schlange entdeckt, sollte laut der Deutschen Wildtier Stiftung ruhig bleiben. Denn, auch wenn die Tiere eher scheu sind, können sie gereizt auf Störungen reagieren. Gefährlich ist keine der Schlangenarten. Lediglich das Gift der Kreuzotter und der Aspisviper kann allergische Reaktionen hervorrufen.

In Deutschland leben gerade einmal sieben Schlangenarten, nur selten bekommt man die scheuen Tiere zu Gesicht. In dieser Bildergalerie stellen wir die Arten und ihre Lebensweise vor – und verraten, welche von ihnen giftig sind.

Von RND/dpa/ame

Der Artikel "Schlangenbisse töten jährlich bis zu 138.000 Menschen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.