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12:38 20.08.2009
Nicht ungefährlich: Der Klatsch im Büro.
Nicht ungefährlich: Der Klatsch im Büro. Quelle: ddp/Kaiser
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„Tratschen ist immer gefährlich“, sagt Nandine Meyden, Trainerin für Business-Etikette aus Berlin. Wer sich mit spitzen Kommentaren hervortue, riskiere, dass diese in die falschen Kanäle gelangten und für Missverständnisse sorgten. „Ich rate daher jedem davon ab, sich aktiv an Bürotratsch zu beteiligen“, betont Meyden.

Werde man von anderen in Lästerrunden einbezogen, könne man zwar durchaus sagen, dass man das Verhalten eines Kollegen nicht versteht oder dass man sich über die Entscheidung des Chefs gewundert hat. „Aber man darf sich nicht dazu verleiten lassen, auf jemandem herumzuhacken“, sagt Meyden. Halte man sich beim Bürotratsch konsequent zurück, schaffe das außerdem auch Eindruck bei den Kollegen. „Es wird sich herumsprechen, dass man vertrauenswürdig ist“, sagt Meyden.

Wurde man dabei ertappt, wie man sich bei Kollegen über jemanden beschwert hat, empfiehlt Meyden die Flucht nach vorn: „Man sollte den Betroffenen auf jeden Fall auf die Situation ansprechen und ihm erklären, was passiert ist“, sagt die Etikette-Expertin. Ansonsten könne es sein, dass der andere sich aus seinem bruchstückhaften Wissen noch viel schlimmere Dinge zusammenreime. Wichtig sei auch, dass man sich aufrichtig für sein loses Mundwerk entschuldige und zugebe, einen Fehler gemacht zu haben. „Wenn sich die Stimmung dann wieder etwas beruhigt hat, sollte man gemeinsam schauen, wie sich solche unangenehmen Situationen in Zukunft durch eine offene Kommunikation vermeiden lassen.“

Muss man Ärger und Frust aus dem Job unbedingt loswerden, empfiehlt Meyden, sich an seinen Partner oder einen Freund zu wenden, der nichts mit dem Unternehmen zu tun hat. „Hier sollte man sich aber gut überlegen, wie viele Details man preisgibt. Im Zweifel ist es besser, keine Namen oder genaue Fakten zu nennen, um ausreichende Diskretion über Geschäftsinterna zu wahren“, sagt Meyden.

ddp