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16:07 25.04.2019
Öko-Test hat Olivenöle getestet. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Frankfurt/Main

Olivenöl mit der Bezeichnung „nativ extra“ oder „extra vergine“ muss geruchlich und geschmacklich einwandfrei sein. Davon sind einige Produkte auf dem Markt aber weit entfernt, schreibt die Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 5/2019) nach einem Test von 20 Olivenölen der höchsten Güteklasse.

Olivenöl-Test: Fast die Hälfte „mangelhaft“

Das ernüchternde Ergebnis: In Sachen Geschmack und Geruch ist nur ein Olivenöl „sehr gut“, sieben sind „gut“. Und vier Olivenöle sind sensorisch sogar „mangelhaft“ und dürften sich nach Ansicht der Tester eigentlich gar nicht „nativ extra“ nennen. Drei der vier Etikettenschwindler sind Bio-Produkte. Insgesamt schneiden viele Kandidaten sogar noch schlechter ab.

Mineralöl in jedem zweiten Olivenöl

In 10 von 20 Ölen fanden die Tester Mineralöl, darunter auch MOAH (Aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe), die nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Lebensmitteln nichts verloren haben. Hinzu kommen teils weitere Mineralöle sowie andere Schadstoffe wie Weichmacher.

Woher stammt das Mineralöl?

Einige Anbieter schrieben Öko-Test, dass die hohen nachgewiesenen Mineralölbestandteile in den Ölen auch aus der Natur kommen könnten. Das von Öko-Test beauftragte Labor schließt jedoch diese Möglichkeit aus. Denn dieses habe die natürlichen Kohlenwasserstoffe von den fossilen, aus Erdöl stammenden Kohlenwasserstoffen mit einer aufwendigen Methode getrennt, so Öko-Test.

Oliven kämen während der Ernte auf den Olivenhainen und während der Produktion mit Mineralöl in Kontakt. MOAH könnten von Schmierölen der Erntemaschinen, Förderbändern der Ölmühlen, Kettensägen zum Olivenbaum-Beschnitt, aber auch von Pestiziden auf Paraffinöl-Basis, Feinstaub und Abgasen stammen.

Olivenöl: Nur zwei Produkte empfehlenswert

„Sehr gut“ ist damit keins der getesteten Öle. „Gut“ sind nur zwei Kandidaten: Erstens ein Bio-Öl von Rapunzel („Kreta Natives Olivenöl extra“), zweitens ein reguläres Öl von Primoli („I.G.P. Toscano Olio Extra Vergine di Oliva“). Letzteres ist auch das einzige Öl mit der Sensorik-Note „sehr gut“.

Und selbst für die Gesamtnote „befriedigend“ reicht es nur bei zwei Ölen von Reichold Feinkost („La Española Natives Olivenöl Extra“) und Edeka („Griechisches Natives Olivenöl Extra g.g.A. Chania“).

Ein Öl im Test durchgefallen

Das Olivenöl Primadonna Natives Olivenöl Extra von Lidl ist im Test durchgefallen. Mit einem „ungenügend“ raten die Tester von diesem Olivenöl ab, da es eher unharmonisch rieche und schmecke und zudem erheblich mit problematischen Mineralölverbindungen belastet sei, so die Tester. Lidl habe den Verkauf der Olivenöl-Charge L0248E sofort gestoppt, teilt Öko-Test mit.

Immerhin: Bei den Herkunftsangaben schummelt keiner der Hersteller. In allen Flaschen steckt nach Angaben der Tester das versprochene Öl oder die versprochene Mischung. Viele Hersteller verwenden nämlich nicht nur eine Sorte aus einem Land, sondern kombinieren verschiedene Öle zu einem Produkt.

Von RND / dpa

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