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Wissen Vanilleeis im Test: So schneiden die Eismarken im Vergleich ab
Mehr Welt Wissen Vanilleeis im Test: So schneiden die Eismarken im Vergleich ab
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09:00 25.07.2019
Vanilleeis schmeckt auch zuhause gut. Stiftung Warentest hat jetzt den Testsieger ermittelt. Quelle: Ulrike Mai/Pixabay
Hannover

Jeden Sommer ein Eisdielen-Hit: Vanille. Die zartschmelzende, cremig-sahnige Sorte ist wohl der Eis-Klassiker schlechthin. Doch nicht nur unterwegs, auch zuhause ist echter Vanille-Genuss möglich, sagen die Experten von Stiftung Warentest. Dafür wurden 19 Vanille-Speiseeis in Haushaltspackungen im Labor untersucht und verkostet („test“ – Ausgabe 8/19). Klarer Testsieger: Häagen-Dazs Vanilla. Dafür mit 15 Euro pro Kilogramm der teuerste Teilnehmer im Testfeld.

Vanilleeis-Test: Fast die Hälfte gut

Insgesamt fällt das Stiftung Warentest Urteil recht positiv aus. Im Zehn-Jahres-Vergleich verwenden viele Hersteller mehr Vanille als früher. Die Tester stießen auf keine synthetischen Mittel wie Vanillin. Beurteilt wurden die Produkte in sechs Hauptkategorien mit unterschiedlichen Gewichtungen. Am relevantesten: Das sensorische Urteil. Aussehen, Geruch und Geschmack wurden hier bewertet. Das Labor untersuchte weiter die Aromatisierung, Deklaration, mikrobiologische Qualität, Verpackung sowie ob gesundheitlich bedenkliche Schadstoffe enthalten waren.

Auch lecker: Eis-Rezepte zum Selbermachen

Gewinner-Eis ist teuer. Mit 15 Euro pro Kilogramm ist das US-amerikanische Eis von Häagen-Dasz fast achtmal so teuer wie das Grandessa Premium Eis von Aldi Süd. Dafür überzeugt laut Stiftung Warentest der vollmundige, kräftige Geschmack ohne aufdringliche Süße. Außerdem kommt die Eiscreme komplett ohne Farbstoffe aus – andere Hersteller lassen ihr Eis durch Karotine oder Karrottenkonzentrat gelb werden. Die Qualitätsurteil-Note „gut (1,7)“ reicht zum Testsieg.

Preis-Leistungssieger: Grandessa von Aldi Süd

Dass gutes Eis aber nicht zwangsläufig teuer sein muss, zeigt der Test deutlich – fünf der guten Produkte kosten nur 1,91 Euro pro Kilogramm. Grandessa von Aldi Süd gehört dazu und muss sich nicht verstecken: Insgesamt landet das Eis mit einem „gut (2,0) auf dem dritten Platz – hinter Testsieger und Mövenpick Bourbon Vanille. Die Tester sind vom cremigen Vanille-Geschmack überzeugt, bemängeln aber die leicht aufdringliche Süße. Zudem deklariert Aldi Süd Zusatzstoffe wie Emulgatoren und Stabilisatoren sowie färbende Konzentrate.

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Mangelhaft: Eismann wird seinem Namen nicht gerecht

Zwei Produkte schlossen mit „mangelhaft (5,0)“ ab – Eismann bildet unter den nicht-veganen Sorten mit seinem Vanille-Bourbon das Schlusslicht. Vor allem in den Kategorien Aromatisierung und Deklaration stellten die Tester Mängel fest. Die Vanillenote wird von einer deutlichen Karamellnote begleitet, es schmeckt deutlich nach Milch und hat eine leichte Fettnote. Hinzu kommt, dass es mit 10,50 Euro pro Kilo das viertteuerste Produkt im Test war.

Vegane Alternative: Carlotta – für Kokosliebhaber

Stiftung Warentest nahm auch drei vegane Vanille-Eisspezialitäten genauer unter die Lupe und fällt insgesamt ein enttäuschendes Urteil. Einmal „mangelhaft (5,0)“, einmal knapp „ausreichend (4,5)“ und einmal „befriedigend (2,7)“. Am ehesten können sich Veganer den Sommer noch mit dem veganen Vanilleeis von Carlotta versüßen – es hat sogar im gesamten Test mit Abstand den höchsten Vanillegehalt. Erstaunlich, dass es dennoch vor allem nach Kokos schmeckt und kaum nach Vanille. Die Tester vermuten, dass die Hauptzutat Kokosmilch selbst für einen überdurchschnittlichen Vanillegehalt einfach zu dominant ist. Außerdem müssen Veganer tief in die Tasche greifen – 16,70 Euro pro Kilo verlangt Carlotta, Höchstwert im Test.

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Von RND/dale

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