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Wissen Teilchenbeschleuniger soll gedrosselt starten
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09:23 07.08.2009
Teilchenbeschleuniger CERN LHC Kernforschung Large Hadron Collider Teraelektronvolt
Der Large-Hadron-Collider (LHC) wurde am 10. September 2008 in Betrieb genommen. Quelle: Fabrice Coffrini/afp
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Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in der Schweiz erklärte, von der vollen Leistungskraft in der Größenordnung von fünf Teraelektronvolt würden zunächst nur 3,5 Teraelektronvolt genutzt.

Die Arbeiten für eine "sichere Inbetriebnahme" an dem Large-Hadron-Collider (LHC) seien abgeschlossen, teilte CERN mit. Der LHC soll die Leistung des bislang größten Teilchenbeschleunigers Tevatron in der Nähe von Chicago übertreffen, der mit einem Teraelektronvolt betrieben wird.

Der LHC wurde am 10. September 2008 nach fast 20-jähriger Bauzeit und 3,9 Milliarden Euro Baukosten unter großer weltweiter Beachtung in Betrieb genommen. Nach nur neun Tagen musste die Anlage schon wieder abgestellt werden, weil aus dem Kühlsystem Helium entwich. Auch an den Beschleunigungsmagneten entstanden Schäden. Inzwischen wurden Sicherungsvorrichtungen eingebaut, die einen reibungslosen Betrieb gewährleisten sollen. Mit dem LHC an der französisch-schweizerischen Grenze sollen wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und Struktur der Materie gelöst werden.

Um seine volle Leistungskraft zu erreichen, muss der Large-Hadron-Collider (LHC) mehrere Jahre laufen. Dabei werden hochenergetische Teilchen in einer 27 Kilometer langen Ringröhre bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um sie dann aufeinanderprallen zu lassen.

afp