Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Sonnensturm schleudert gigantische Plasmawolke ins All
Mehr Welt Wissen Sonnensturm schleudert gigantische Plasmawolke ins All
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:30 08.06.2011
Sonnenstürme können das Navigationssystem GPS durcheinanderbringen. Quelle: dpa
Anzeige

Die Sonne brodelt. Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde Nasa beobachteten eine gewaltige Eruption. Unser Fixstern schleuderte geladene Partikel und gigantische Plasmawolken ins All. Sie können auch auf die Erdatmosphäre treffen und Satelliten lahmlegen.

„Für unsere zunehmend technisierte Welt sind solche Sonnenstürme eine Gefahr“, betont der Direktor der Internationalen Weltraumwetter-Initiative (ISWI), Joe Davila. „Starke Sonnenstürme können Stromnetze ausfallen lassen, Satelliten lahmlegen und das Navigationssystem GPS durcheinanderbringen.“

Anzeige

Naturschauspiel am Himmel

Da die Aktivität der Sonne in den vergangenen Monaten stark angestiegen ist, haben die Europäische Union und die europäische Raumfahrtenagentur Esa ein Programm zur Weltraumwetterwarnung gestartet. Denn normalerweise ist der Sonnenwind ein beständiger Fluss geladener Sonnenteilchen, der die Erde umströmt. Doch dieser Wind wird zunehmend böig, Sonnenstürme werden häufiger und stärker. Am Dienstag kam dann der bisherige Höhepunkt des Brodelns.

Ein schwerer Sonnensturm, wie es ihn jetzt gegeben hat, sendet elektrische Wellen und Gaswolken durch die oberen Atmosphärenschichten der Erde, lässt messbare elektrische Ströme durch die oberen Schichten des Erdbodens laufen und rüttelt am Erdmagnetfeld.

Ob wirklich technische Störungen eintreten, war am Mittwochvormittag noch nicht abschätzbar. Am späten 8. oder 9. Juni könnten die Gaswolken als Polarlichter am Himmel zu sehen sein.

dpa

Mehr zum Thema

Erstmals in der Geschichte kann die Menschheit die gesamte Sonne beobachten. Möglich wird dies durch die beiden „Stereo“-Sonnensatelliten der US-Raumfahrtbehörde NASA, die jetzt auch die komplette Rückseite unseres Heimatsterns im Blick haben.

06.02.2011

Der Mond hat am Dienstagmorgen einen großen Teil der aufgehenden Sonne verdeckt. Diese partielle Sonnenfinsternis konnten allerdings nur wenige Glückliche bestaunen, vor allem im Süden und Westen Deutschlands.

04.01.2011

Die Astronomen um Paul Crowther von der Universität Sheffield haben mit dem „Very Large Telescope“ der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile einen Riesenstern entdeckt, der zehn Millionen Mal heller leuchtet als unsere Sonne.

22.07.2010