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11:57 22.06.2012
Der Schweizer Solarflieger „Solar Impulse“ hat die letzte Station seines Interkontinenatalflugs nach  Afrika erreicht. Quelle: dpa
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Quarzazate

Der Schweizer Sonnenflieger „Solar Impulse“ hat am Freitag sein Ziel in der südmarokkanischen Region Quarzazate erreicht. Damit hat die Maschine mit den ultralangen Tragflächen die schwierigste und letzte Etappe ihres ersten Interkontinentalfluges gemeistert. Das Flugzeug wird mit Sonnenenergie angetrieben.

Die Maschine war am frühen Donnerstag in der Hauptstadt Rabat gestartet und landete in der Nacht zum Freitag auf dem internationalen Flughafen von Quarzazate. Ein erster Versuch war in der vergangenen Woche wegen starken Gegenwinds und heftiger Turbulenzen gescheitert.

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Die „Solar Impulse“ benötigte für die 683 Kilometer lange Strecke 17 Stunden und 20 Minuten. Wegen des heißen Wüstenklimas, der häufigen Turbulenzen und des starken Windes war es für die Maschine die schwierigste Strecke des Fluges von Europa nach Afrika.

„Es war ein wunderschöner Flug mit erstaunlichen Kontrasten zwischen der Küste und den Landschaften im Landesinnern. Der Höhepunkt war aber die Sicht auf das Atlasgebirge. Das war atemberaubend“, sagte Pilot André Borschberg nach der Landung in Quarzazate. Dort soll demnächst mit den Arbeiten an dem weltweit größten Solarkraftwerk begonnen werden.

Die „Solar Impulse“ war am 24. Mai vom Flugfeld Payerne im Schweizer Kanton Waadt zunächst nach Madrid geflogen und hatte dort einen Zwischenstopp eingelegt. Aufgrund schlechter Witterung war der Flug von Madrid nach Rabat auf Anfang Juni verschoben worden.

Der Flug von der Schweiz nach Marokko ist der bislang längste des Sonnenfliegers. Er ist ein Test für eine geplante Weltumrundung. Ein solcher Flug mit Zwischenstopps soll in zwei Jahren stattfinden.

Die Maschine wird von vier elektrischen Motoren angetrieben. Sie kommt ohne einen Tropfen Kerosin aus und ist mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 70 Stundenkilometern unterwegs. Die Tragflächen haben eine Spannweite von 63,40 Meter, was etwa der eines vierstrahligen Airbus A340 entspricht. Die Maschine wiegt aber nur 1,6 Tonnen, so viel wie ein Mittelklassewagen.

Die „Solar Impulse“ war im vergangenen Jahr bereits von der Schweiz nach Belgien und Frankreich geflogen.

dpa

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