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Wissen Snoozing: Schlummertaste am Wecker kann Gesundheit schaden
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18:39 05.08.2019
Die meisten Menschen werden vom Wecker aus dem Schlaf gerissen. Die Schlummertaste ist eine beliebte Überbrückung. Quelle: Christin Klose/dpa
Hannover

Es ist sechs Uhr morgens, der Wecker klingelt. Doch anstatt aufzustehen, tastet sich die Hand zur Snooze-Taste. Ein paar Minuten Extra-Schlaf sollen es sein. Und das nicht nur ein Mal: Häufig wird die beliebte Taste mehrmals hintereinander gedrückt – bis es dann wirklich Zeit zum Aufstehen ist und der Morgen doch wieder in Stress ausartet. Bei vielen gehört das Drücken der Schlummertaste inzwischen zum festen Ritual, die Zeit ist regelrecht eingeplant. Doch kann das dem Körper auch schaden?

„Nein, nicht unbedingt“, sagt Hans-Günter Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Berlin. „Stattdessen kommt es darauf an, ob das genetische Schlafbedürfnis schon erfüllt worden ist oder nicht.“ Dieses liege bei etwa 80 Prozent der Menschen zwischen sechs und acht Stunden, variiere jedoch von Mensch zu Mensch, sagt Weeß.

Zu viel Schlaf kann zu Depressionen führen

Wurde das Schlafbedürfnis am Morgen bereits erreicht, sei es durchaus in Ordnung, die Snooze-Taste zu drücken. Weeß bezeichnet das Schlummern dann als „Ergänzungsschlaf“. Aber Vorsicht: „Es kann auch passieren, dass sich der Mensch überschläft, wenn er zu viel snoozelt.“ Dann kann es zu Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit und schlimmstenfalls sogar zu leichteren Depressionen an diesem Tag kommen. Je mehr der Mensch über sein Schlafbedürfnis hinaus schläft, desto ausgeprägter seien die Symptome.

Wurde das Schlafbedürfnis dagegen am Morgen noch nicht erreicht, die Snooze-Taste aber trotzdem aktiviert, wird der Mensch immer wieder aus dem Schlaf geholt. Mit fatalen Folgen: Der Schlaf ist weniger erholsam, am Tag kann das Gehirn dann nicht richtig arbeiten. Dabei habe der Schlaf eine fundamentale Funktion für das Gehirn, die Konzentration und das Befinden, sagt Weeß.

Deutsche haben schlechte Schlafkultur

Und dennoch herrscht unter den Deutschen eine schlechte Schalfkultur: „Rund 80 Prozent der Deutschen beenden ihren Schlaf vorzeitig mit dem Wecker“, erklärt Weeß. In der Arbeitswelt ist das wohl vielfach kaum anders möglich. Der Experte rät: Am Abend sei es wichtig, sich für den Schlaf zu entscheiden – statt aufs Smartphone zu gucken oder einem Hobby nachzugehen. „Ausreichender Schlaf sollte viel mehr geschätzt werden“, sagt der Schlafforscher.

Da die meisten Deutschen jedoch zu wenig schlafen, sollte in diesem Fall auch eher auf die Schlummertaste verzichtet werden. So hält es auch Weeß: „Ich weiß, wie viel Schlaf ich benötige, so dass ich morgens gleich aufstehen kann.“ Oft werde er sogar vor dem Wecker wach.

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Von Cecelia Spohn/RND

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