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Wissen 45 Kilo abgenommen: Sirtfood ist Adeles Diätgeheimnis
Mehr Welt Wissen 45 Kilo abgenommen: Sirtfood ist Adeles Diätgeheimnis
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22:11 13.01.2020
Kaffee, Walnüsse und Zartbitterschokolade sind nicht nur lecker, sondern zählen auch zu den guten Lebensmitteln bei der Sirtfood-Diät. Quelle: Nordwood Themes/Unsplash
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Seit der Trennung von ihrem Ehemann Simon Konecki fällt an Sängerin Adele vor allem eine Veränderung auf: Die fünfzehnfache Grammy-Gewinnerin wirkt deutlich schlanker und glücklicher. Der Grund dafür könnte die neue Sirtfood-Diät sein, mit deren Hilfe die Sängerin bereits 45 Kilo abgenommen haben soll.

Durch die Ernährung mit bestimmten sirtuinhaltigen Lebensmitteln soll der Stoffwechsel angeregt werden und infolgedessen sollen die Kilos purzeln. Diese Gruppe der Proteine soll außerdem dabei helfen, Fett ab- und dafür Muskeln aufzubauen. Die britische Sirtfood-Diät verspricht einen schnellen Erfolg, aber wie genau funktioniert sie?

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Sirtfood: Proteine sind der Schlüssel zum Erfolg

Ähnlich wie schon die Low-Carb-Diät setzt auch dieses Ernährungskonzept hauptsächlich auf die Aufnahme von Proteinen. In diesem Fall geht es jedoch nur um ein bestimmtes: Sirtuin unterstützt die Fettverbrennung, stärkt das Immunsystem und verlangsamt den Zellstoffwechsel. Somit sorgt das Superprotein auch dafür, dass der Alterungsprozess der Zellen verzögert wird.

Entwickelt wurde die Sirtuin-Diät von den britischen Ernährungswissenschaftlern und Bestsellerautoren Aidan Goggins und Glen Matten. Im Gegensatz zu üblichen Diäten, bei denen Genussmittel wie Schokolade und Wein verboten sind, setzt das Sirtfood-Konzept genau darauf. Aber wie passen vermeintlich dick machende Lebensmittel und Gewichtsverlust zusammen?

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Diese Lebensmittel enthalten Sirtuin

Damit ein positiver Effekt der Diät zu spüren ist, sollten bestimmte Lebensmittel täglich in den Ernährungsplan integriert werden. Diese sirtuinhaltigen Lebensmittel sind unverzichtbare Bestandteile der Sirtfood-Diät:

  • Grünkohl
  • Kaffee
  • Sellerie
  • Rucola
  • Kurkuma
  • Walnüsse
  • Blaubeeren
  • Chili
  • Zartbitterschokolade
  • Olivenöl
  • Soja
  • Knoblauch
  • Buchweizen
  • Garnelen
  • Zitrusfrüchte
  • Ingwer
  • Rotwein
Sellerie, Grünkohl und Ingwer sind reich an Sirtuin und sollten deshalb regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Quelle: Dose Juice/Unsplash

So funktioniert die Drei-Wochen-Diät

Die Ernährungswissenschaftler haben nicht nur sirtuinhaltige Lebensmittel ausfindig gemacht, sondern auch einen Ernährungsplan entwickelt, mit dem bis zu drei Kilo Gewichtsverlust pro Woche versprochen werden. Dass das nicht ohne Verzicht funktionieren kann, ist klar.

Die Sirtfood-Diät besteht aus drei Phasen. Ein anfängliches Kaloriendefizit soll dabei helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln und den Körper zu entschlacken. Deshalb ist die Kalorienzufuhr in der ersten Woche auf 1000 Kilokalorien pro Tag beschränkt. Dabei ist nur eine feste Mahlzeit am Tag vorgesehen, die sich hauptsächlich aus sirtuinreichen Lebensmitteln zusammensetzt. Die restlichen Mahlzeiten werden durch Säfte oder Smoothies ersetzt, die beispielsweise aus Äpfeln, Sellerie, Ingwer und Grünkohl gemixt werden.

In der zweiten Woche wird die Kalorienzufuhr auf 1500 Kilokalorien pro Tag erhöht. Zwei Mahlzeiten aus Sirtfood- und weiteren, kalorienarmen Lebensmitteln stehen nun auf dem Speiseplan.

Die dritte Phase hat eine nachhaltige Ernährungsumstellung zum Ziel. Mit täglich 1800 Kilokalorien, einer proteinreichen Ernährung und mindestens einem Saft pro Tag soll das reduzierte Gewicht auf gesunde Weise gehalten werden.

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Die Ernährung allein garantiert noch keinen Erfolg

Durch die reduzierte Kalorienzufuhr und die Ernährung mit sirtuinreichen Lebensmitteln wird der Stoffwechsel auf Trab gebracht. Auf der Waage sind schnell Ergebnisse zu sehen, doch ist das noch keine Garantie für einen langfristigen Erfolg. Wer auch nach der dreiwöchigen Diätphase sein Gewicht halten möchte, sollte nicht auf Sport verzichten. Auch Adele hat ihren großen Gewichtsverlust nicht allein mit dem Verzehr von Rotwein und dunkler Schokolade erreicht, sondern verbringt täglich eine Stunde mit Pilates und Ausdauertraining.

Trotzdem ist der Erfolg der Sirtfood-Diät bisher nicht wissenschaftlich bewiesen. Der positive Effekt von Sirtuinen wurde von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts bisher nur in Studien mit Mäusen nachgewiesen. Ob das Protein deshalb auch beim Menschen die Fettverbrennung aktiviert, bleibt abzuwarten. Und wie bei jeder Diät gilt: Wer das neue Gewicht oder die Traumfigur auch behalten will, sollte dauerhaft auf eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung setzen.

Von Michèle Förster/RND

Der Artikel "45 Kilo abgenommen: Sirtfood ist Adeles Diätgeheimnis" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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