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Wissen „Shefex II“ liefert tausende Daten
Mehr Welt Wissen „Shefex II“ liefert tausende Daten
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09:52 23.06.2012
Das Raumfahrzeug „Shefex II“ absolvierte am Freitag erfolgreich seinen Testflug. Quelle: dpa
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Bei dem Experiment sollten verschiedene Hitzeschutzsysteme und Kühlsysteme getestet werden. „Mit dem Flug von „Shefex II“ sind wir wieder einen Schritt weiter auf dem Weg, ein Raumfahrzeug zu entwickeln, das einfach gebaut ist wie eine Raumkapsel, aber Steuerungs- und Flugmöglichkeiten hat wie zum Beispiel das Space Shuttle – nur deutlich billiger“, sagt Projektleiter Hendrik Weihs vom federführenden Stuttgarter DLR-Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung laut Mitteilung.

Bei „Shefex II“ besteht die Verkleidung anders als bei der herkömmlichen Flugkörpern nicht aus abgerundeten und einzeln angefertigten Kacheln, sondern aus ebenen Flächen. Diese sind technisch einfacher und günstiger zu produzieren.

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Nach Angaben von Weihs sollten mehr als 300 Sensoren etwa für Druck, Temperatur und Wärmefluss pro Sekunde 3000 bis 5000 Daten liefern. Bis diese analysiert sind, werde es Jahre dauern. „Was wir für die Konstruktion brauchen, wird wohl schon nächstes Jahr ausgewertet sein.“ Denn in vier bis fünf Jahren soll der dritte Teil der „Shefex“-Mission in den Praxistest geschickt werden.

Die Abkürzung „Shefex“ steht für „Sharp Edge Flight Experiment“, was übersetzt „scharfkantiger Flugversuch“ heißt.

Neue Technologie in der Raumfahrt

Bislang seien die hohen Temperaturen von über 2500 Grad Celsius, die an den scharfen Kanten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre entstehen, ein Problem für die Herstellung von Raumfahrzeugen gewesen, erklärte Weihs. Die Forscher testeten mit „Shefex II“ nun sowohl ganz neue Materialkonstruktionen, als auch abgewandelte Einsatzformen bestehender Technologie.

Am Ende wollen die Wissenschaftler mit Hilfe ihrer Erkenntnisse aus dem „Shefex“-Projekt einen neuartigen, kleinen Raumgleiter bauen. Dieser soll ab 2020 zur Verfügung stehen. Wenn dieser dann kantig statt abgerundet ist, bedeutet dies einen Einschnitt in der Raumfahrttechnik. Doch Weihs gibt sich zurückhaltend: „Von Revolution würde ich da noch nicht unbedingt sprechen.“

dpa

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